Butternut-Kürbis-Suppe mit Kokosmilch und Ingwer

Momentan kommt man ja gar nicht an Kürbissen vorbei. Herbstzeit – das Hoch der Saison für die köstlichen Kürbisse! Wohin man auch sieht:

Runde Kürbisse, längliche Kürbisse, große Kürbisse, kleine Kürbisse, orange Kürbisse, gelbe Kürbisse, grüne Kürbisse, gesprenkelte Kürbisse. Kürbisse fast an jeder Straßenecke und in mindestens jedem dritten Garten.

Auch wenn sie alle unterschiedlich aussehen, eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind lecker! Und sehr gesund. Ich freue mich jedes Jahr auf den Herbst – weil ich Kürbisse einfach liebe. Ich finde, sie sind sehr vielseitig und lassen sich ganz toll auch in die Low Carb Küche mit einbinden – natürlich in Maßen und im Rahmen deines persönlichen Bedarfs.

Aus Single-Zeiten weiß ich auch noch, dass der Kürbis ein tolles Lebensmittel für den schmalen Geldbeutel ist – Du kaufst einen großen relativ günstig und kannst mehrere Essen daraus zaubern. Egal ob als Suppe, Püree, Eintopf, Curry oder sogar als süßes Kürbis-Dessert. Meine Oma hat damals Kürbisse auch immer sauer eingelegt, damit sie eine Weile halten. Klingt doch alles ganz vielversprechend, gell?

Kleine Kürbis-Kunde

Der Kürbis stammt eigentlich aus Mittel- und Südamerika. Die ältesten versteinerten Kürbissamen wurden wohl in Mexiko entdeckt. Diese wurden auf 10.000 Jahre vor Christus datiert. Ganz schön alt, nicht wahr?

Mit der Entdeckung der neuen Welt ist der Kürbis dann auch nach Europa übergesiedelt und eroberte mit seinem Geschmack und seinem tollen nussigen Aroma auch die Speisepläne bei uns.

Wusstest Du übrigens, dass der Kürbis eigentlich zu den Beeren gehört?

Ich wusste es bis vor Kurzem auch nicht.

Botanisch gesehen gelten Beeren als eine aus einem Fruchtknoten hervorgegangene Frucht, bei der die komplette Fruchtwand auch nach der Reife noch saftig oder mindestens fleischig sind. Außerdem sind die im Fruchtfleisch eingelagerten Samen ein Kennzeichen für Beerenfrüchte.

Botanisch gesehen heißt das aber auch, dass die Erdbeere z.B. gar keine Beere ist – eigentlich ist sie eine Sammelnussfrucht – ich fürchte nur, dass das diesen Artikel hier sprengen würde.

Darum belassen wir es einfach dabei: Der Kürbis ist eine Beere – und über andere Beeren (die eigentlich botanisch gesehen keine Beeren sind) machen wir uns keine weiteren Gedanken. Zumindest nicht heute 😉

Um noch ein paar wahrscheinlich eher unnütze Informationen einzuwerfen: 2005 wurde der gemeine Gartenkürbis von der Uni Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres ernannt.

Mittlerweile konnte die Wirkung des Kürbisses bei Beschwerden mit der Prostata, Reizblase oder Beckenbodenschwäche nachgewiesen werden.

Wie kaufe ich einen guten Kürbis?

Ich klopfe meine Kürbisse immer ab. Wenn sie schön hohl klingen, sind sie genau richtig. Ah, und ich gucke, dass sie keine äußerlichen „Ditscher“ (also tiefere Kratzer oder Dellen) haben. Und ich achte darauf, dass der Stiel noch am Kürbis ist.

Einen guten, nicht angeschlagenen Kürbis kann man eine ganze Weile im Ganzen lagern. Wichtig ist, ihn an einen dunklen, trockenen und kühlen Ort zu legen. Wenn es zu feucht ist könnte er faulen – und das wäre echt schade. Wenn der Kürbis mal angeschnitten ist, kann man ihn entweder mit Klarsichtfolie überziehen und im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Was gibt es denn dann heute?

Heute habe ich Dir ein ganz einfaches Rezept für eine Kürbis-Suppe mitgebracht. Ich wurde neulich gebeten, auch ein paar ganz einfache Gerichte vorzustellen – und diesem Wunsch gehe ich sehr gerne nach.

Ich finde, eine Kürbis-Suppe gehört zum Herbst. Und diese Kokos-Kürbis-Suppe mit Ingwer und Nüssen ist ein echtes Soulfood. Sie wärmt den Bauch und streichelt die Seele – und ist ganz flott gezaubert, weil sie ohne großen Schnick-Schnack auskommt.


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Butternut-Kürbis-Suppe mit Kokosmilch und Ingwer
echtes Soulfood
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 10 Minuten
Portionen
Person
Zutaten
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 10 Minuten
Portionen
Person
Zutaten
Anleitungen
  1. Den Butternut Kürbis schälen und in Würfel zerteilen.
  2. Den Ingwer schälen und in feine Würfelchen schneiden.
  3. Das Kokosöl in einem Topf schmelzen lassen und die Ingwerwürfelchen kurz darin anbraten. Dann die Kürbiswürfel dazu geben und kurz mitbraten. Das verstärkt den Geschmack.
  4. Mit der Kokosmilch und dem Wasser aufgießen.
  5. Den 1/2 Teelöffel Currypulver, dazu geben. Gut umrühren.
  6. Köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist. Je nach Größe der Würfel dauert das etwa 5 - 10 Minuten.
  7. Wenn die Kürbiswürfel weich sind, die Suppe durchpürieren, sodass sie schön sämig wird.
  8. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  9. Die Suppe in ein Schälchen oder auf einen Suppenteller geben und mit zerbröselten Walnüssen bestreuen
  10. Nach Belieben noch mit dem Grün von Frühlingszwiebeln oder Paprikaflocken dekorieren. Dann darf seelig gelöffelt werden.
Rezept Hinweise

Du kannst statt dem Butternut Kürbis auch eine andere Kürbissorte verwenden. Beliebt sind auch der orange Zentner (das ist der typischen Halloween-Kürbis) oder der Hokkaido-Kürbis. Beim Hokkaido-Kürbis solltest Du nur beachten, dass der Anteil der Kohlenhydrate ein wenig höher ist.

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