Wie ein erfolgreicher Low Carb Tag aussehen kann

Gerade am Anfang kann die Verwirrung unendlich groß sein. Von überall strömen die unzähligen Informationen auf einen ein. Ich kenne das, war bei mir am Anfang auch so.

Bevor ich diesen Artikel für Dich weiterschreibe möchte ich nochmals erwähnen: Es kommt darauf an, dass Du einen Weg findest, mit dem Du glücklich sein kannst. Ich nehme Dich gerne auf einen Rundgang auf meinem Weg mit und ich möchte Dir auch erklären, warum ich die Dinge so angehe, wie ich es nun mal mache.

In meinem Artikel über Low Carb Basics bin ich ein bisschen auf das Wechselprinzip zwischen Blutzucker und Insulin eingegangen. Vom Grundgedanken her ist es also logisch, dass wir den Blutzuckerspiegel immer auf einem konstanten Level halten wollen. Also nicht zu hoch und nicht zu niedrig.

Damit Du meinen Weg besser verstehen kannst, nenne ich Dir nochmals die Grundgedanken bei meinem Weg:

Meine persönlichen Grundgedanken sind:

  • Drei Mahlzeiten am Tag – das verhindert ein Zick-Zack-Hüpfen des Blutzuckers und beugt Heißhungerattaken vor
  • Ausreichend Trinken – Wasser und ungesüßte Tees. Gerade beim Abnehmen werden eine ganze Menge Giftstoffe frei, die über die Nieren ausgespült werden müssen. Wir helfen den Jungs, indem wir fleißig trinken. Ich komme pro Tag auf 3 – 4 Liter
  • So hochwertig und natürlich wie möglich – weil ich meinem Körper damit etwas Gutes tun möchte. Es ist ist im Grunde nur logisch, dass in hochwertigen, natürlichen Lebensmitteln mehr Nährstoffe sind als in Gemüse aus industriellem Anbau.
  • Gemüse, Gemüse, Gemüse – und Fleisch (oder Fisch, oder Geflügel, oder Eier, oder auch gemäßigt Milchprodukte). In Gemüse stecken viele Nähr-, Vital- und Ballaststoffe. Letztere machen uns satt und glücklich. Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier oder Milchprodukte sind super Eiweiß- und teilweise Fettquellen.
  • Hochwertige Fettquellen – wie Weidebutter, natives Kokosöl oder natives Olivenöl!
  • Koche so abwechslungsreich wie es nur geht. Gestalte deine Mahlzeiten schön bunt und auch fürs Auge ansprechend. Stell Dir vor, du würdest sie vor dem Essen fotografieren, um die Bilder deinen Freunden zu zeigen. Du wirst sehen, dass Du dir dann viel mehr Mühe gibst und das Essen auch gleich viel besser schmeckt.
  • Kein Zucker, kein Getreide, keine Getreide- oder Fertigprodukte. Das alles sind „leere“ Kalorienträger. „Leer“ bedeutet in diesem Fall, dass diese Lebensmittel und Produkte keinerlei Nährstoffe oder Vorteile mitbringen.
  • Probiere Neues und Unbekanntes aus – es lohnt sich sehr oft!
  • Konzentration auf das Wesentliche – überlege nicht, was Du nicht mehr essen darfst solltest; freue Dich über die Auswahl der leckeren Lebensmittel, die Dir zur Verfügung stehen. Das richtige Mindset erleichtert die Umstellung ungemein.
  • Planung ist die halbe Arbeit – Plane deine Mahlzeiten im Voraus und erstell einen Wochenplan, das erleichtert ungemein. Das ist eigentlich einer der wichtigsten Punkte – und zu diesem Punkt möchte ich ein paar Worte verlieren.

Eine gute Planung ist erfahrungsgemäß echt Gold wert. Mit ein bisschen Übung kostet die Vorausplanung für die kommende Woche auch nicht sonderlich viel Zeit. Im Hause Ginger ’n Lemons wird die Planung meistens am Sonntag für die kommende Woche erstellt. Parallel dazu erstellen wir den Einkaufszettel dazu – am Montag wird dann entsprechend Einkaufen gegangen.

Um allen Versuchungen zu widerstehen wird auch nur das gekauft, was auf dem Einkaufszettel steht – man gewöhnt sich super daran. Und Gummibärchen, die nicht im Küchenschrank liegen, können Dich schon nicht gemein anlachen ;).

Ich habe mir eine kleine Vorlage für meinen Wochenplan erstellt – wenn Du möchtest, kannst Du dir das PDF *HIER* runter laden – natürlich komplett kostenfrei.

 

Ich plane eigentlich immer drei Mahlzeiten pro Tag. Wie ich Dir im Blogartikel über die  Berechnung des Gesamtbedarfs und der Makroverteilung bereits erklärt habe, liegt mein täglicher Gesamtbedarf etwa bei 1840 kcal. Von der Verteilung versuche ich meine Kalorien wie folgt aufzuteilen:

        • Frühstück: ca. 300 – 400 kcal
        • Mittagessen: ca. 720 – 820 kcal
        • Abendessen: ca. 720 kcal

Die einzige „Beschränkung“, die ich bei den einzelnen Mahlzeiten mache, sind die Kalorien. Für mich ist es dann erst am Ende des Tages wichtig, dass meine Makroverteilung unterm Strich stimmt. Die Pausen zwischen den Mahlzeiten betragen 5 – 6 Stunden. Je nachdem, wie es sich gerade ausgeht. Diese Pausen sind wichtig, damit Dein Körper immer wieder Zeit hat, auch auf seine Fettreserven zuzugreifen.

Früher habe ich nie gefrühstückt – seitdem ich aber auf Low Carb umgestiegen bin, wird gefrühstückt. Mein Hintergedanke ist, meinen Körper über den ganzen Tag mit Energie zu versorgen und so auch Heißhungerattacken vorzubeugen. Das klappt bei mir recht gut und gibt mir auch Vormittags genug Energie. Wenn Du bisher nicht zur Frühstücksfraktion gehörst: Probiere es doch vielleicht mal eine Woche lang aus – vielleicht klappt es bei Dir auch so toll wie bei mir.

 

Du siehst also wie ich meine Tage abwechslungsreich und erfolgreich gestalte – nun wird es Zeit, dass Du es auch mal versuchst.

 

In diesem Sinne:

Bis zum nächsten Mal!

2 Replies to “Wie ein erfolgreicher Low Carb Tag aussehen kann”

  1. Hallo,

    Vielen Dank für den super Bericht. Eine Frage hätte ich noch, da ich viel Sport treibe reichen mir die 5-6std Pausen zwischen den Mahlzeiten nicht aus, ich brauch dann immer nen kleinen Snack mit grieschichem Joghurt oder Quark, da die Muskeln doch versorgt werden müssen, oder? Und die Rezepte zu den Mahlzeiten, findet man die bei dir Blogg?

    Lg Steffi

    1. Hallo Steffi,

      ich habe Dir mit dem Bericht meinen Weg gezeigt – nun ist es an Dir, deinen eigenen Weg zu finden. Du kannst versuchen bei sportlichen Aktivitäten kleine Snacks einzubauen. Höre ein bisschen in deinen Körper hinein – wenn Dir die Snacks gut tun, dann ist das super! Und vergiss nicht, dass Du beim Sport schwitzt und auch deinen Wasserhaushalt wieder auffüllen solltest 🙂

      Die meisten Rezepte sind hier vom Blog, an den anderen arbeite ich noch. Leider ist mein Blog noch nicht so groß und alt, darum sitze ich noch dran, alles fleißig zu proben, testen und fotografieren.

      Liebe Grüße,
      Eva

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