Neu bei Low Carb? Na dann los!

Jeder Anfang ist bekanntlich schwer…

… das stimmt aber nicht!

Low Carb ist eine Ernährungsform, die sich in den Grundsätzen erstmal ganz einfach umsetzen lässt! Das ist doch eine echt gute Nachricht, nicht wahr?

Gesunde Ernährung – und einfach umzusetzen? Ein wahres Träumchen!

Ganz viele Menschen sind erstmal überfordert, wenn sie von Low Carb hören – in vielen Köpfen scheint eine kohlenhydratreduzierte Ernährung mit komplizierten Rezepten und schwer beschaffbaren Zutaten zusammen zu hängen. Aber das ist wahrer Irrglaube!

Grundsätzlich kann man sich sehr gut Low Carb ernähren, ohne abgefahrene Zutaten zu benötigen. Eine ausgewogene Ernährung besteht eigentlich aus Mahlzeiten, die sich aus einer Fettquelle, einer Eiweißquelle und gesunden Kohlenhydraten zusammensetzen.

Mooooment – Kohlenhydrate?

Wollen wir nicht eigentlich auf die bösen Kohlenhydrate verzichten? – Ja, wollen wir, aber vorzüglich wollen wir auf Kohlenhydrate verzichten, die aus Getreide oder Zucker stammen und keinerlei Nähr- oder Mineralstoffe mitbringen. Ganz viel Gemüse und einige Obstsorten bringen neben ein paar Kohlenhydraten auch viele Vitamine, Mineralien und Nährstoffe mit. Viele der Gemüse- und Obstsorten bringen auch noch weitere gesundheitliche Vorteile mit.

Abgesehen davon ist Gemüse balaststoffreich, und Balaststoffe sorgen außerdem unter anderem dafür, dass die Verdauung schön rund läuft und gut was zu tun hat.

Klingt zu einfach um wahr zu sein?

Es ist einfach – ganz ehrlich!

Man kann sich ganz einfach – und natürlich – kohlenhydratreduziert ernähren. Im Grunde müsste man nur Getreide(produkte), Zucker und die sehr kohlehydratreichen Lebensmittel weglassen.

Ich habe damit angefangen, Getreide, Reis, Zucker, Kartoffeln und vorallem Convinience-Produkte wegzulassen. Und ich habe angefangen, die Zutatenlisten und Nährstofftabellen auf Verpackungen zu lesen. Ihr glaubt gar nicht, in wie vielen Produkten sich Zucker oder auch Getreideprodukte verstecken!

Und was kann man dann noch essen?

Mahlzeiten aus einer Fett-, einer Eiweiß- und einer Kohlenhydratquelle klingen erstmal arg langweilig – und vorallem kann man sich nur bedingt etwas darunter vorstellen.  Gerne möchte ich Euch einige Vorschläge geben, wie man seinen Tag (rein essenstechnisch) gestalten kann:

Beispieltag 1:
  • Frühstück: Hüttenkäse mit Kokosmilch glatt gerührt mit Vanille, Zimt, Mandeln und Himbeeren
  • Mittagessen: Salat aus Feldsalat, Gurke, Tomaten und Fenchel mit gebratenen Putenstreifen und Parmesan
  • Abendessen: gebackener Butternut-Kürbis mit Steak und Kräuterbutter – zum Nachtisch Beeren mit Kokoscreme oder Sahne
Beispieltag 2:
  • Frühstück: Spiegeleier mit knusprigem Bacon, dazu einen kleinen Salat aus Gurke, Tomaten und Avocado
  • Mittagessen: Hähnchengeschnetzeltes in einer Kokos-Currysoße mit Zucchini, Paprika und dazu Blumenkohl-Reis
  • Abendessen: Burger aus Rinderhackfleisch mit „Gemüsepommes“ (aus Karotten, Zucchini und Petersilienwurzel) mit Guacamole (natürlich ohne Brötchen)

Klingt lecker, nicht wahr?

Das sind nur spontane Vorschläge, wie man seinen Tag so gestalten kann – es sind keine festen Pläne. Zumindest noch nicht ;).  In der Küche kann man seiner Fantasie gerne freien Lauf lassen 😉

Aber ist das auf Dauer nicht langweilig?

Ich finde nicht – aber manchmal gibt es einfach Momente, da möchte man Gerichte aus der High-Carb-Küche nachbauen 😉

Und da kommen nun einige Zutaten ins Spiel, die man vielleicht nicht in jedem Supermarkt entdecken kann. Hier sind Reformhäuser, Drogeriemärkte (DM, Rossmann) und Amazon dann ein guter Anlaufpunkt. Auf den ersten Blick mögen Nussmehle und dergleichen teuer erscheinen – aber bedenkt, dass „Nachbauten“ (oder die bessere Version eines High-Carb-Gerichts) die Ausnahme sind und für besondere Anlässe sein sollten.

Noch ein Wort zur Nachhaltigkeit…

Wer sich ausgewogen und abwechslungsreich auch nach Low Carb ernähren möchte, sollte im Hinterkopf behalten, dass es immer sinnvoll ist, seine Einkaufsliste immer möglichst mit regionalen und saisonalen Gemüse- und Obstsorten zu füllen. Manchmal ist aber auch der Griff zu TK-Ware nicht verkehrt – gerade im Winter, wenn man z.B. Himbeeren möchte 😉

Auch beim Fleisch, Geflügel oder Fisch würde ich auf regionale Qualität achten. Fleisch von Tieren aus Weidehaltung ist nährstofftechnisch gesehen besser als Fleisch aus konventioneller Landwirtschaft. Bei den Fischen ist es sicherlich sinnvoll, auf kontrollierten Wildfang zu setzen – denn der Fisch ist dann auch weniger mit Schadstoffen belastet. Gut – manchmal ist es finanziell einfach nicht drin, auf solche Dinge zu achten – ich glaube, das kennt einfach jeder. Aber man sollte es im Hinterkopf behalten und sich immer wieder daran erinnern.

Und wo fang ich jetzt an?

Viel lesen und informieren – und dann einfach loslegen :). Man lernt rennen nur, wenn man irgendwann zu laufen beginnt.

Ich habe mich mal hingesetzt und euch eine Liste erstellt über Produkte, die ich regelmäßig verwende und die sich für eine klassische Low Carb Ernährung eignen. Ich hab es als PDF verpackt, sodass man es einfach ausdrucken und an den Kühlschrank heften kann.

Ich werde über einzelne, spezielle Produkte noch in zukünftigen Blog-Einträgen eingehen – es sei nur soviel dazu gesagt:

Meine natürliche, kohlenhydratreduzierte Ernährung ist glutenfrei und sojafrei.

Coconut-Aminos zum Beispiel sind für Leute, die Soja-Soße verwenden möchten kein Muss. Dann achtet aber auf den Kohlenhydratgehalt der Soja-Soße – da gibt es leider ganz gewaltige Unterschiede 🙂

Einsteigereinkaufsliste (Klick hier fürs PDF)

 

Ich behaupte nicht, dass die Liste vollständig alle Artikel abdeckt, die ein Low Carbler so benötigt – aber sie deckt erstmal alles ab, was man im Hausgebrauch für eine bunte und ausgewogene kohlehydratreduzierte Ernährung benötigt 🙂

Ich hoffe, vielleicht einigen von Euch damit den Einstieg ein bisschen zu erleichtern!

2 Replies to “Neu bei Low Carb? Na dann los!”

  1. […] habe ich Dir mit meinem letzten Eintrag eine inspirierende Einkaufsliste an die Hand gegeben und ein bisschen von ausgewogener und bunter Ernährung […]

  2. […] hatte Dir ja den Einkaufszettel schon mal präsentiert – da kannst Du Dir jede Menge Inspiration […]

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