Die Geschmacksexplosion mit Spargel, Kräutern und Lamm

Den Anfang in die Spargelsaison mache ich mit diesem erfrischenden Rezept. Lamm hat normalerweise einen ganz eigenen Charakter und lässt sich nur schwer aus dem Vordergrund verscheuchen. Aber die Kombination aus Spargel, Ingwer und Kräutern schafft das! Keine Angst, das zarte Lamm geht in diesem Gericht nicht unter. Ich finde, es fügt sich sogar sehr toll mit ein. Mäh!

 

 

Etwas kleine Lamm-Kunde

Eigentlich stammt Lammfleisch von Schafen, die kaum älter als ein Jahr sind, das Fleisch hat einen zarten, aber wie ich finde doch auf seine eigene Art würzigen Geschmack. Lammfleisch ist ein wertvoller Träger von Vitamin A, B12, Folsäure, Kalium, Zink und Eisen. Je nach verwendetem Teilstück kann man von mager (Filet) bis gut mit Fett durchwachsen (Brust) alles am Lamm finden.

Je jünger das Tier war, desto zarter ist auch der Geschmack.

Gerade beim Lammfleisch finde ich, ist die Qualität sehr wichtig. Ich kenne eine Menge Leute, die Lamm nicht mögen, weil ihnen der Geschmack zu streng ist. Herr G ’n‘ L und ich sind mittlerweile dazu übergegangen, unsere Fleischeinkäufe in dieser Richtung beim türkischen Metzger zu erledigen. Es gab bisher keinen Einkauf, mit dem wir nicht zufrieden gewesen wären. Es hat noch nie etwas „gelammelt“ oder in irgendeiner Weise komisch gerochen. Es war geschmacklich immer sehr fein. Und schön zart.

Beim Einkauf von Lamm achte ich darauf, Fleisch von Weidetieren zu bekommen. Diese Tiere hatten viel Bewegung und durften Gras fressen. Ich finde, das merkt man einfach am Geschmack.

Aber es gilt natürlich immer: Im Zweifelsfall frage ich einfach nach, was der freundliche Metzger empfehlen kann.

 

Wieder zurück zum Frühling

Das Schöne am Frühling ist, dass langsam auch wieder eine frische Leichtigkeit in meine Küche kommt. Habe ich im Winter noch viele mitunter schwere und gehaltvolle Schmorgerichte auf den Tisch gezaubert, so sind jetzt wieder leichte Gerichte an der Reihe. Gerne Kurzgebratenes, Gegrilltes oder auch nur lecker Mariniertes.

Für mich ist jetzt wieder die Zeit für frisches, zartes Gemüse und frische Kräuter. Gerade auf letztere mussten wir in den letzten Monaten öfter verzichten. Liegt einfach an meinem nicht vorhandenen grünen Daumen. Pflanzen tendieren bei mir immer zum Eingehen, egal was ich mache. Irgendwas ist wohl immer verkehrt. Es ist nicht so, als hätte ich mich nicht schon unzählige Male in der Fensterbankgärtnerei versucht – aber ich bekomm sie alle klein. Nur mein Zitronenbäumchen trotzt momentan allen Mord äh… Pflegeversuchen. Gelegentlich blüht es sogar. Wahrscheinlich aus Trotz. Ich werde die Kräuteraufzucht dieses Jahr trotzdem wieder versuchen. Vielleicht finde ich ja das richtige (Un)Kraut, das mich überlebt.

 

Hauptsache schön grün!

Wichtig für dieses Gericht ist, dass ihr eine ganz bunte Vielfalt an Kräutern verwendet. Je bunter die Mischung, desto mehr Aha-Momente werdet ihr beim Essen und Genießen haben. Ich habe manchmal das Glück und kann beim Gemüsehändler oder in der Gärtnerei so Mischbunde ergattern. Da greife ich immer sehr gerne zu. Weil ich diese Überraschungsmomente liebe.

In der für das Lamm verwendeten Mischung haben sich Kerbel, Petersilie, Bärlauch, Zitronenmelisse, Basilikum und Rauke versteckt. Ein anderes Mal hatte ich Zitronenmelisse, Pfefferminze, Estragon, Dill, Petersilie und Schnittlauch. Hätte ich beide Male bewusst die Kräuter so zusammenstellen müssen… ich glaube nicht, dass ich diese Kombinationen gewählt hätte. Aber beide Male waren sie einfach genial und echt passend!

Wenn ihr die Kräutermischung selbst zusammenstellt: traut euch ruhig!

 

Alles Spargel oder was?

Da ich gestern das unverschämte Glück hatte, eine große Menge quietsche-frischen weißen Spargel zu ergattern habe ich die Spargel-Kräuter-Pfanne mit weißem Spargel gemacht. Grüner Spargel eignet sich aber auch sehr gut dazu. Er gibt dem Gericht nochmal eine ganz andere Textur.

Ich kann und will mich aber ehrlich gesagt gar nicht zwischen weißem und grünem Spargel entscheiden müssen – heute gab es die Pfanne mit weißem Spargel und in der nahen Zukunft mit grünem Spargel. Basta!

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Kräuter-Spargel-Pfanne mit Lamm
Menüart Hauptgericht
Vorbereitung 20 Minuten
Kochzeit 15 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
Für den Spargel
Für die Kräuter Pfanne und das Lamm
Menüart Hauptgericht
Vorbereitung 20 Minuten
Kochzeit 15 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
Für den Spargel
Für die Kräuter Pfanne und das Lamm
Anleitungen
Vorbereitung des Spargels
  1. 1. Spargel putzen. Wenn ihr weißen Spargel habt, muss dieser ganz geschält werden. Bei grünem Spargel reicht es, wenn ihr nur das untere Viertel schält. Wenn die Schnittflächen schon etwas unschön oder angetrocknet sind, schneidet diese weg. Dann den Spargel in etwa 5 cm große Stücke schneiden
  2. 2. In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen und die Zitronenscheiben, Salz und Zucker zugeben
  3. 3. Den Spargel im Wasser je nach dicke der Stangen 5 - 10 Minuten kochen lassen. Dann abseihen, kalt abschrecken und zur Seite stellen
Die restliche Pfanne
  1. 4. Das Lamm in kleine Würfelchen schnetzeln
  2. 5. Den Ingwer schälen und fein hacken
  3. 6. Die Kräuter und Frühlingszwiebel waschen und ganz fein hacken. Beides zusammen mischen und zur Seite stellen
  4. 7. Den Knoblauch schälen, fein hacken und unter die Kräuter mischen
  5. 8. In einer großen schweren Pfanne die Hälfe vom Kokosöl oder Butterschmalz erhitzen und erst den Ingwer etwas darin anbraten. Wenn der Ingwer leicht Farbe bekommt, das Lamm zugeben und schön knusprig anbraten. Wenn das Fleisch und der Ingwer rundrum schön braun und durch sind, aus der Pfanne nehmen etwas zur Seite stellen
  6. 9. Das restliche Kokosöl oder Butterschmalz schmelzen und die Koriandersamen darin anrösten. Achtung, sie sollen nur duften, nicht dunkel werden
  7. 10. Den abgetropften Spargel zugeben und rundherum anbraten
  8. 11. Das Fleisch wieder zugeben und unterrühren. Mit Coconut-Aminos, Salz und Pfeffer abschmecken
  9. 12. Als letztes werden die Kräuter dazu gegeben und gründlich unterheben. Die Kräuter sollen nicht mehr gegart werden, darum so schnell wie möglich Servieren und Genießen
Rezept Hinweise

Bei uns gibt es die Pfanne meist ohne weitere Beilagen. Ich nehme gerne ein bisschen mehr Spargel um das dann auch auszugleichen. Ich kann mir aber vorstellen, dass Reis oder Kartoffeln gut dazu passen könnten. Aber um Low Carb zu bleiben wird im Hause Ginger and Lemons darauf verzichtet 😉

Ein kleines Stück Fernweh und Kokos-Limetten-Kuchen

Gelegentlich habe ich ein gewisses Problem:

Im Hause Ginger ’n‘ Lemons wohnen unheimlich süße Zähnchen. Gerade Herr G ’n‘ L könnte bei längerem Süßigkeitenentzug ein wenig missmutig werden. Ich glaube, Obst sieht er nicht als „Süßkram“ an, auch wenn er einem Schälchen saftig süßer Erdbeeren nicht abgeneigt ist. Da niemand ein missmutiges Süßzähnchen haben möchte, musste ich mir da nach unserer Ernährungsumstellung auf Low Carb einfach etwas einfallen lassen.

Erste Backversuche

Mit Gruseln erinnere ich mich an meine ersten Low Carb Backversuche. Mandel-Kugeln. Ich schwöre euch, mit diesen kleinen Dingern hätte man ganz easy Scheiben einwerfen können. Ohne große Mühe. Einfach „klirr“. Die waren hart wie Steine und sahen auch ähnlich aus.

Auch meine darauf folgenden Backversuche gingen ähnlich nach hinten los. Zwar alles Low Carb, aber entweder sehr kompakt oder Low Taste.

Nach den ersten missglückten Versuchen waren wir Süßzähnchen schon etwas geknickt und unglücklich. Zu Zeiten, als ich noch ganz normal mit Zucker und Weizenmehl gebacken habe waren meine Kuchen doch eigentlich immer recht beliebt gewesen. Und jetzt waren meine Ergebnisse gelinde gesagt sehr besch… *räusper* ernüchternd.

Der Pudels Kern

Es hat einige Zeit gedauert, bis ich den Geistesblitz hatte:

Ich habe mit meinem Tunnelblick angefangen einfach Weizenmehl durch Nussmehle zu ersetzen. An die unterschiedlichen Eigenschaften beim Backen hatte ich aber nie gedacht! Ziemlich doof eigentlich, nicht wahr?

Aber hey, aus Fehlern lernt man bekanntlich. Naja, manchmal zumindest.

Es ging wieder bergauf!

Kaum hatte sich dieser Gedanke in meinen wirren Gehirnwindungen richtig gesetzt, wurde ich wieder experimentierfreudiger und mutiger beim Backen. Und auch die Ergebnisse wurden langsam aber sicher immer ansehnlicher. Und noch wichtiger: Die Kuchen waren wieder weich und nicht mehr zu Selbstverteidigungszwecken zu gebrauchen. Nein, man konnte sie bedenkenlos essen und sie schmeckten auch noch!

Mit jedem Versuch kehrte meine Sicherheit wieder zurück und im Hause Ginger ’n‘ Lemon ist die Freude groß: Es gibt wieder regelmäßig Kuchen!

Ich möchte euch diesen oberleckeren, saftig-fluffigen Kokos-Limetten-Kuchen nicht vorenthalten. Die Kombination Kokos-Limette ist ohnehin schon sehr genial, aber durch die unerwartet leichte und lockere Konsistenz ist dieser Kuchen etwas ganz besonderes.

Ich finde mit jedem kleinen Bissen hat man ein bisschen Fernweh.

Ein Strand mit Kokospalmen, ein Glas mit einem Limetten-Cocktail in der Hand… hach ja…

Noch ein Wort zur Süße

Beim Low Carb Backen muss ich leider noch einen sehr großen Balance-Akt hinlegen. Erythrit ist ein Zuckerersatzstoff und wird künstlich hergestellt. Die Einzelheiten erspare ich euch an dieser Stelle lieber.

Man könnte gewiss auch Datteln zum Süßen und Backen verwenden, die wären wenigstens natürlich. Aber das wir uns zeitweise ketogen ernähren, kommen die aufgrund des hohen Kohlenhydratanteils nicht in Frage. Und mit Kuchen ohne Süße kann man hier auch niemand hinter dem Ofen hervorlocken. Ihr seht also mein Dilemma.

Also drücke ich einfach ab und an ein Auge zu.

So, genug um den heißen Kuchen herumgeblubbert, jetzt geht’s zum Backen:

 

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Kokos-Limetten-Kuchen
Ein wunderbar saftig-saurer Kuchen
Menüart Nachtisch
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Wartezeit 2 Stunden
Portionen
Zutaten
Für den Kuchen
Für die Glasur
Menüart Nachtisch
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Wartezeit 2 Stunden
Portionen
Zutaten
Für den Kuchen
Für die Glasur
Anleitungen
Für den Kuchen
  1. Den Backofen auf 170° C Ober- und Unterhitze vorheizen
  2. Die Eier trennen
  3. Das Eiweiß mit 100 Gramm Erythrit und einer Priese Salz zu Schnee schlagen und bis zur Weiterverarbeitung zur Seite stellen
  4. Das Eigelb mit den verbleibenden 50 Gramm Erythrit schaumig schlagen
  5. Den Saft von 4 Limetten zugeben
  6. Den Schalenabrieb von 1 unbehandelten Limette zugeben
  7. 250g 40%igen Speisequark und 1 Esslöffel Kokoscreme zugeben
  8. Das Kokosmehl und das Backpulver miteinander vermengen und dann gründlich unter die Eigelb-Limetten-Quarkmasse rühren
  9. Nun den Eischnee vorsichtig mit einem Teiglöffel unterheben und in eine Gugelhupfform geben (ich benutze immer eine Silikonform, da löst sich der Kuchen, ohne dass die Form eingefettet werden muss. Wer eine ander Form verwendet, fettet die Form mit etwas Kokosöl ein)
  10. Den Kuchen auf mittlerer Schiene etwa 45 Minuten lang backen. Bitte bedenkt, dass jeder Backofen ein wenig anders zu handhaben ist.
  11. Nach Ablauf der Zeit mittels Stäbchenprobe kontrollieren, ob der Kuchen schon durch ist. Er ist fertig, wenn nichts mehr am Stäbchen kleben bleibt.
  12. Den Kuchen in der Form etwas auskühlen lassen und dann auf einen Teller stürzen
Für die Glasur
  1. Die Limette auspressen
  2. Kokoschips etwas zerbröseln oder Kokosraspel benutzen
  3. Kokoschips oder Kokosraspel ohne Fett in einer Pfanne leicht anrösten. Sie sollten nicht zu dunkel werden, nur anfangen lecker zu duften
  4. Das Erythrit zugeben. Achtung, es wird wahrscheinlich sofort anfangen zu schmelzen!
  5. Mit dem Saft einer Limette ablöschen und ggf. noch 2 Esslöffel Wasser zugeben
  6. Das Ganze etwas köcheln lassen und dann über den Kuchen träufeln
  7. Kuchen und Glasur nun am besten für 1-2 Stunden komplett auskühlen lassen und dann genießen. Achtung, es besteht die Gefahr auf einen Anflug von Fernweh!
Rezept Hinweise

Dieser Kuchen passt auf jede Low Carb-Kuchentafel. Das Zusammenspiel von Kokos und Limetten ergänzt sich einfach wunderbar.

Solltet ihr Überlegen, ob es den Sirup wirklich braucht:

Ja! Durch den säuerlich-fruchtigen Sirup wird der Kuchen erst ein richtiges Hightlight!