Zwetschgendatschi oder Pflaumenkuchen auf bayrisch

Der Herbst ist da – und wird bei uns ganz standesgemäß mit Zwetschgendatschi eingeläutet und in Empfang genommen. Normalerweise bin ich nicht der größte Zwetschgen-Fan – ich mag sie nur so richtig sauer und habe meist das Pech, dann doch Süße zu erwischen.

Zwetschge oder doch Pflaume?

Oftmals kommt es ja zu gewissen Verwirrungen. So zum Beispiel, als ich letztens meiner norddeutschen Kollegin erzählt habe, dass ich Zwetschgendatschi backen möchte. Sie sah mich mit großen Augen an. Ich habe ihr dann Zwetschgen wie folgt beschrieben: Die Zwetschge ist eine Streinfrucht mit blauer bis blauschwarzer Haut und grünlichem Fruchtfleisch. Außerdem wird sie zu beiden Enden hin spitz und eher eiförmig und auf der Bauchseite hat die Zwetschge eine Naht, die zum Stielende hingeht.

Ihr ging dann ein Licht auf – und sie sagte mir, dass das doch Pflaumen sind! Da hab ich dann den fragenden Blick aufgesetzt. Pflaumen kenne ich nämlich ganz anders.

Aber wir konnten uns dann informieren:

Die „echte“ Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume.

Hah… also ist jede Zwetschge ne Pflaume – aber nicht jede Pflaume ne Zwetschge ;). Ich steh auf solche schlechten Wortspiele.

Und was ist ein „Datschi“?

Nachdem wir nun das Pflaumen-Zwetschgen-Verhältnis geklärt haben, bleibt noch der seltsame „Datschi“ zu erklären. Also prinzipiell kann man auch Pflaumen-Kuchen zum Zwetschgendatschi sagen. Aber das klingt einfach nicht richtig! Also zumindest nicht bei Ginger and Lemons in Bayern.

Der Datschi ist ein Blechkuchen, der eigentlich traditionell aus Hefeteig gebacken wird. Der Teig wird flach auf ein Backblech ausgewellt und dann mit halbierten oder geviertelten, entsteinten Zwetschgen belegt wird. Man kann den Datschi dann mit Streuseln bedecken – ist aber kein Muss.

Es gibt viele regionale Bezeichnungen für Pflaumenkuchen. Im Rheinland und in der Eifel muss man „Pruumetaat“ oder „Prummekooke“ bestellen um in den Genuß von Zwetschgendatschi zu kommen. Im Saarland nennt mans „Quetschekuche“ und die Franken sagen „Quetschichplôzn“ dazu.

Die bayrische Bezeichnung „Datschi“ kommt vermutlich daher, dass man beim Backen die Zwetschgen in den Teig „hineindrückt“ – also „datscht“.

 

Low Carb und Zwetschgendatschi? Das geht?

Ja, sehr gut sogar.

Ich habe das Rezept für den Datschi auf der Homepage von Marina Lommel gefunden. Also hier: Foodpunkiger Pflaumenkuchen.

Marina, oder besser gesagt ihr Konzept „Foodpunk“ dürfte einigen Low Carb Anhängern ein Begriff sein. Marina und ihr tolles Team erstellen ganz toll durchdachte, gesunde und pfiffige Ernährungs-Challenges. Außerdem gibt es auf der Homepage ganz viele nützliche Infos und auch tolle kostenfreie Rezepte. Außerdem hat Marina bereits ein Buch geschrieben: Low Carb Typgerecht (mehr darüber schreibe ich euch an einer anderen Stelle). Schaut auf alle Fälle mal bei ihr auf Foodpunk vorbei.

 

Der einzige kleine Wehrmutstropfen ist, dass Hefeteig ein ganz klein bisschen Kokosblütenzucker (im Originalrezept wird Reissirup verwendet) benötigt. Der Zucker dient als Starthilfe und Nahrung für die Hefe und wird von den Hefebakterien verstoffwechselt. Mit Xylit oder Erythrit funktioniert es leider nicht – die Hefe-Jungs sind da ein bisschen eigen ;).

Aber probiert den Datschi umbedingt aus – es lohnt sich definitiv!

 

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Zwetschgendatschi
nach dem foodpunkigen Rezept auf: Foodpunk
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 30 - 40 Minuten
Wartezeit 55 Minuten
Portionen
Stücke
Zutaten
Für den Hefeteig
Für den Belag
Für die Streusel
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 30 - 40 Minuten
Wartezeit 55 Minuten
Portionen
Stücke
Zutaten
Für den Hefeteig
Für den Belag
Für die Streusel
Anleitungen
  1. Die Sahne und den Schmand in einem kleinen Topf miteinander glatt rühren und leicht erwärmen - aber nicht zu heiß machen. "Handwarm" reicht vollkommen aus. Den Topf von der Herdplatte ziehen und den Kokosblütenzucker und die Hefe unterrühren. Dann 5 Minuten ruhen lassen. Der Zucker dient als "Nahrung" für die Hefe und ist notwendig und wird von der Hefe abgebaut.
  2. Das Backpulver unter das Mandelmehl mischen, dann Xylit, Flohsamenschalen und die Priese Salz unterheben.
  3. Die weiche Butter und die Sahne-Hefe-Mischung zur Mehlmischung geben und mit Knethacken zu einem glatten Teig kneten. Man kann den Teig auch mit der Hand verkneten.
  4. Den fertigen Hefeteig mit einem feuchten Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort für 45 Minuten gehen lassen.
  5. Die Zwischenzeit nutzt man am besten dazu, die Zwetschgen längs aufzuschneiden (an der "Naht" der Zwetschge) und zu entsteinen.
  6. Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen.
  7. Am einfachsten lässt sich der Hefeteig erfahrungsgemäß zwischen zwei Blättern Backpapier ausrollen. Den Teig in der Größe eines Backblechs ausrollen und aufs Backblech geben.
  8. Nun wird "gedatscht" :). Die Pflaumen in Reihen in den ausgerollten Hefeteig "datschen" - also drücken.
  9. Wenn Streusel gewünscht sind, dann nun die weiche Butter, das Xylit, Zimt, Salz und Mandelmehl miteinander vermengen. Das geht besonders gut mit einer Gabel. Den so entstandenen Streuselteig in grobe Stücke zupfen und auf dem Datschi verteilen.
  10. Den Zwetschgendatschi 30-40 Minuten goldbraun backen.
Rezept Hinweise

Man kann den Datschi sehr gut lauwarm essen.

Man kann geschlagene Sahne und Kaffee dazu reichen, auch eine Kugel Eis passt sehr gut.

 

Wichtig ist, dass entöltes Mandelmehl verwendet wird - sonst wird der Teig zu nass.

 

Lammcurry in Buttersoße

Ich war noch nie in Indien. Nüchtern betrachtet werd ich da wahrscheinlich auch nie hinkommen. Außer, das mit dem Lottogewinn klappt doch nochmal irgendwann. Leider hat allerdings meine Kristallkugel diesbezüglich immer ein bisschen Empfangsprobleme – daher glaube ich nicht, dass ich irgendwann mal die richtigen Zahlen vorausschauen und Tippen werde.

Indien?!?

Warum fange ich nun mit Indien an? Naja – ich versuche die Überleitung zu einem typisch, charakteristischen Gericht aus Indien hinzubekommen. Leider ist es mit meinen Überleitungen ähnlich wie mit meiner Kristallkugel – es funktioniert viel zu selten.

Curry – ein Name für viele Gerichte

Genau genommen ist Curry der Name verschiedener Gerichte des südasiatischen und südostasiatischen Küche. Basis ist eine dicke, sämige Soße mit einer vielzahl verschiedener Gewürze. Oft mit Gemüse, Fisch oder Fleisch. Meist wird Reis oder Naan dazu gereicht. Aber auch für eine Low Carb Küche eignet sich Curry sehr gut. Mehr dazu aber ein bisschen später.

„Curry“ ist ein englisches Wort mit tamilischen Wurzeln und bedeutet im Grundsatz „Soße“. Es ist die Bezeichnung für einen Eintopf. Auch wenn es Currys im ganzen süd- und südostasiatischen Raum zu finden sind, stammen sie wohl ursprünglich aus Indien. (Na, kommt die Überleitung jetzt an?)

Das Klassische Curry?

„Das“ Curry-Rezept gibt es nicht. Es gibt keine festgelegten Zutaten, die in einem Curry vorhanden sein müssen. Wahrscheinlich gibt es genauso viele Curry-Rezepte wie indische Hausfrauen. Vielleicht sogar noch mehr. Es gibt Curry-Gerichte mit Fleisch, vegetarisch oder auch mit Fisch und Meeresfrüchten. Eines haben alle Currys allerdings gemeinsam: sie enthalten eine Vielzahl von Gewürzen. Auch bei den Gewürzen gibt es nicht „die“ Mischung. Auch hier werden je nach Region und Köchin verschiedene Mischungen. In typischen Mischungen können aber folgende Gewürze enthalten sein:

  • Kreuzkümmel
  • Schwarzkümmel
  • Chilli
  • Koriandersamen
  • Senfkörner
  • Nelke
  • Zimt
  • Sternanis
  • Kurkuma
  • Bockshornklee
  • Amchoor (Mangopulver)
  • Pfeffer
  • Piment
  • Nelke
  • Sesam

In Indien werden die Gewürze für gewöhnlich getrocknet verwendet und vor dem Kochen angeröstet und dann frisch gemahlen. Nur Korrianderblätter werden meist frisch verwendet – wie bei uns Petersilie.

Wie ich eingangs schon erwähnt habe, war ich noch nie in Indien – daher kenne ich die indische Küche nur aus Restaurants. Geschmackvoll, zartes Fleisch mit dicken Soßen und manchmal ein wenig scharf. Damit kann sich mein Lammcurry definitiv messen.

Low Carb und Curry – das passt?

Aber natürlich passt Curry auch in eine vielseitige Low Carb Ernährung! Ich verzichte auf Kohlenhydrate – nicht auf Geschmack! Es ist immer eine Frage der Beilagen… Blumenkohlreis, bunter Salat oder Keto-Naan passen hervorragend zu Curry.

– Curry mit Blumenkohlreis –
– bunter Salat mit Joghurt und frischem Korriander –

 

Ein neues Familienmitglied…

Für die Zubereitung des Currys kommt mein neustes Familienmitglied zum Einsatz:

Mein Slow Cooker – liebevoll „Cooky“ genannt. Ich werde bei Gelegenheit noch genauer über Cooky berichten – vorerst sei gesagt, dass er ein ganz tolles Küchenzubehör ist. Sehr praktisch, weil man das Gericht morgens einfach aufsetzen kann und er dann die ganze Arbeit erledigt. Und das noch mit einem geringerem Stromverbrauch, als der Herd.

Aber natürlich kann man das Curry auch ganz normal im Schmortopf am Herd zubereiten.

Lasst euch nicht von der langen Schmorzeit des Currys abschrecken – und versucht auch nicht, diese zu verkürzen. Die Soße braucht die nötige Zeit, toll einzukochen und das Fleisch wird nach dieser perfekt zart sein.

 

– mit keto Naan und vieeeeel köstlicher Soße –

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Lammcurry in Buttersoße
Menüart Hauptgericht
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 4 1/2 Stunden
Portionen
Personen
Zutaten
Menüart Hauptgericht
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 4 1/2 Stunden
Portionen
Personen
Zutaten
Anleitungen
  1. Die roten Zwiebeln schälen und schön fein würfeln. Die Zwiebelwürfel unten auf den Boden des Topfs bzw. auf den Boden des Slow Cookers geben.
  2. Die Marinade für das Fleisch herstellen, das geht ganz einfach. Den Knoblauch pressen, den Ingwer sehr fein würfeln und mit allen Gewürzen, der Kokosmilch, dem Tomatenmark und dem Joghurt vermengen.
  3. Das Lamm in mundgerechte Stücke schneiden und in die Marinade geben und gut durchmengen.
  4. Fleisch und Marinade in den Topf bzw. in den Slow Cooker geben.
  5. Die Butter in Flocken auf dem Fleisch verteilen.
  6. Bei Zubereitung im Slow Cooker: Den Slow Cooker auf High stellen und das Curry 4,5 Stunden bei geschlossenem Deckel ziehen lassen. Auch wenn es schwer ist, den Deckel die ganze Zeit drauf lassen und erst am Ende gut durchrühren.
  7. Bei Zubereitung im Schmortopf: Bei geschlossenem Deckel 4,5 köcheln lassen, dabei den Deckel nach Möglichkeit so selten wie möglich abnehmen. Gegen Ende gut durchrühren.
  8. Die Soße sollte in beiden Fällen schön sämig sein, das Fleisch schön zart.
Rezept Hinweise

Als Beilage zu diesem Curry bieten sich natürlich die üblichen Verdächtigen wie Reis oder Naan an. In meiner Low Carb Küche sind diese Beilagen allerdings "gestrichen", da es High Carb-Gerichte sind und nicht ins Low Carb Konzept passen.

Für die Low Carber unter uns empfehle ich:

Blumenkohl-Reis

Keto Naan (Rezept von Lchf Deutschland)

Gemischten Salat mit frischem Korriander und Joghurt-Dressing

gebratenes Gemüse mit Chilli

Quiche mit Spinat, Speck und Queso Manchego

der heimliche Titel dieser Quiche ist eigentlich: Pornös-leckere Spinat-Quiche mit leckerem Käse.

Nach einem anstrengendem Tag ist diese reichhaltige Quiche genau das Richtige. Zwar braucht der Teig einige Zeit im Kühlschrank und auch die Backzeit ist einigermaßen lang – aber es ist wirklich jede einzelne Minute wert!

Man könnte den Teig auch am Tag zuvor schon vorbereiten und dann direkt aus dem Kühlschrank verarbeiten, dann spart man sich schon ein bisschen Wartezeit. Ich werde in näherer Zukunft auch mal ein wenig experimentieren, ob man kalte Quiche-Stücke auch nochmal aufwärmen kann.

Der pornöse Butter-Teig

Kernstück der Quiche ist der herrlich buttrige Teig, der ganz entfernt an einen Mürbteig erinnert. Ach was sag ich denn? – Der Teig ist eine absolute Sünde! Bröselig-mürbe mit einem genialen Buttergeschmack! Ich hätte nie gedacht, dass man ein High-Carb-Lebensmittel so toll auch „lowcarbisieren“ kann!

Ein kleiner Käse-Ausflug

Für diese schmackhafte Delikatesse benutze ich Queso Manchego.

Queso… was?

Queso Manchego ist ein spanischer Käse, der aus Schafmilch in der spanischen Region Kastilien La Mancha hergestellt wird. Die Schafmilch stammt von einer bestimmten Schafrasse – der Manchega.

Queso Manchego wird aus pasteurisierter Milch hergestellt.

Manchego wird in tonnenförmigen Laiben gereift, die 1-2 kg wiegen. Die Rinde ist oft dunkelbraun oder schwarz und hat ein rillenförmiges Muster.

Je nach Alter kann der Geschmack von Manchego sehr unterschiedlich sein. Man unterscheidet zwischen vier Altersstufen:

  • Fesco – der Käse hatte nur 2 Wochen Reifezeit. Er hat bereits einen vollmundigen, aber noch sehr milden Geschmack. Fesco wird nur in sehr geringen Mengen hergestellt und verlässt Spanien kaum. Hier ist er darum fast unmöglich zu finden.
  • Semicurado ist  halbfester Käse, der zwischen drei Wochen und drei Monaten Reifezeit hatte. Er hat einen vollmundigen, aber dennoch milden Geschmack.
  • Curado ist ein halbfester Käse. Die Reifezeit von Curado liegt zwischen drei und sechs Monaten. Der Geschmack lässt sich am Besten als nussig süß bezeichnen. Curado ist die Altersstufe, die ich bevorzuge.
  • Viejo, ist mindestens ein Jahr gereift. Er hat einen schärferen Schafmilchgeschmack und eine leichte Pfeffernote. Er lässt sich gut raspeln, man kann ihn aber auch am Stück als Tapas essen

 

Nun habe ich euch aber bestimmt genug mit Käsegeschichten amüsiert – euch interessiert das Rezept viel mehr 😉

 

 

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Quiche mit Spinat, Speck und Queso Manchego
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Wartezeit 2 Stunden
Portionen
Portionen
Zutaten
Für den Teig
Für den Belag
für die Form
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Wartezeit 2 Stunden
Portionen
Portionen
Zutaten
Für den Teig
Für den Belag
für die Form
Anleitungen
  1. Für den Teig alle trockenen Zutaten miteinander vermischen, dann Eier und Butter zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Das funktioniert am besten mit einer Küchenmaschine - aber mit einem Handrührgerät funktioniert es auch.
  2. Den Teig in Frischhaltefolie einschlagen und für 1 - 2 Stunden in den Kühlschrank geben.
  3. Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen
  4. Jetzt muss der Teig ausgerollt werden - das funktioniert am besten zwischen zwei Blättern Backpapier. Ich rolle den Teig immer schön gleichmäßig aus und wenn er etwas größer (so 2-3 cm auf jeder Seite) als meine Springform ist, ist er gut.
  5. Die Springform mit Butter oder Butterschmalz ausfetten und den Teig hineinsetzen, schön andrücken und den Rand gute 3 - 4 cm hochziehen. Der Teig kann recht anhänglich sein, wenn er zu sehr an den Fingern klebt, hilft etwas Guarkenmehl an den Fingern.
  6. Nun wird der Teig zum Vorbacken für 10 Minuten in den Ofen geschoben
  7. In der Zwischenzeit wird der Spinat, die Schinkenwürfel, der gepresste Knoblauch, die Creme Fraiche und die Eier gut miteinander vermischt.
  8. Zum Schluss wird die Masse mit Salz, Pfeffer und ordentlich frisch geriebener Muskatnuss gewürzt.
  9. Den in der Zwischenzeit vorgebackenen Teigboden aus dem Ofen holen und die Spinatmasse darauf gießen. Den Käse darüberstellen und mit Alufolie abdecken.
  10. Die Quiche nun erstmal abgedeckt für 20 Minuten zurück in den Ofen stellen.
  11. Nach 20 Minuten die Alufolie abnehmen und die Quiche nochmals für ungefähr 20 - 25 Minuten backen lassen. Wenn der Käse goldgelb ist, ist der perfekte Zeitpunkt gekommen!
  12. Die Quiche aus dem Ofen nehmen und für 5 -10 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und servieren.
Rezept Hinweise

Die Quiche ist durch den Butter-Boden eine ziemlich mächtige Angelegenheit, daher passt ein leichter, frischer Salat sehr gut dazu.

Spargeltarte mit Basilikum-Creme und Mandelboden

Wie schnell die Zeit vergeht – es ist schon wieder Sonntag. Wochentag folgt auf Wochentag. Und dann kommt irgendwann das heiß ersehnte Wochenende.

Wir haben den Samstag genutzt um unseren IKEA zu besuchen. Wir Wahnsinnigen. Samstag im IKEA. Die Hölle. Zwischen genervten Pärchen („ah Schatz, ist das nicht niiiedlich?“), Leuten die die Größe Ihres Autos scheinbar nicht kennen („klar passt der 2 Meter Pax in meinen Smart!“ ) und Eltern (verzweifelt ihren Kindern nach jagend). Und mittendrin: Wir.

Aber wir hatten ein Ziel vor Augen: Unser Balkon brauchte endlich eine Generalüberholung. Dingend. Noch bevor der Sommer so richtig anfängt. Eigentlich hatte mich der komische grüne Teppich am Boden schon beim Einzug nicht begeistert. Aber beim Zusammenziehen gab es einfach erst mal wichtigere Dinge als den doofen Balkon. Haben wir ohnehin nur als Parkplatz für den Wäscheständer genutzt. Aber immerhin habe ich es in den vergangenen drei Jahren geschafft, im Sommer immer Blumen am Balkon zu pflanzen. Naja, eher vertrocknen zu lassen. Das Problem mit dem abwesenden grünen Daumen eben.

Wir haben uns für den typischen IKEA-Gartenbodenbelag in Holzoptik (und mit Klicksystem) und ein paar neue Balkonmöbel entschieden. Herr G ’n‘ L durfte sich dann gestern Nachmittag mit dem handwerklichen Dingen beschäftigen.

Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, dass wir so was immer nur machen, wenn der Aufzug im Haus nicht geht? Und wir sämtliche Päckchen quasi zu Fuß aus der Garage in den dritten Stock schleppen müssen? War damals bei unserem riesigen Terrarium genauso. Mit Aufzug wäre für Anfänger gewesen. Ne, auch das Ding zog an einem Tag ein, an dem der liebe Aufzug Out Off Service war. Wahrscheinlich wusste er schon warum.

Aber nach soviel Fleiß und Anstrengung gibt es gerade nichts schöneres, als den Sonntag auf dem neu gestalteten Balkon zu verbringen. Gerade, wenn das Wetter so traumhaft wie heute ist! Herr G ’n‘ L und ich haben die Gelegenheit gleich genutzt und uns seit ganz langer Zeit in die Sonne (oder wie in meinem Fall in den Schatten) gefläzt.

Und wisst ihr, was ich noch viel toller fand? Wir haben an der frischen Luft Mittag gegessen. Da hat die tolle Spargeltarte gleich noch viel besser geschmeckt.

 

Ich hatte euch ja ein paar Spargelrezepte versprochen. Ich habe diese Tarte dieses Jahr zum ersten Mal versucht, und wir sind ganz angetan davon. Die Kombination aus Spargel und Kräutern ist immer spannend, aber anfangs hatte dennoch ein bisschen Bedenken bei dieser Tarte. Ich hätte aber nicht genau sagen können, warum. Es wäre sehr schade gewesen, hätte ich sie nicht gemacht: die Spargeltarte ist wirklich genial!

Ganz im Low Carb Gedanken ist der Boden der Tarte aus gemahlenen Mandeln und etwas Mandelmehl. Ich denke, man könnte aber auch einen ganz normalen Mürbeteig-Boden machen. Wenn einem der Mandel-Boden zu exotisch ist. Man verpasst aber was, der feine nussige Geschmack passt hervorragend zur Pesto-Creme und dem zarten Spargel.

Zugegeben, man könnte für den Creme-Guss auch Pesto aus dem Gläschen verwenden, aber tut euch das besser nicht an! Ich habe letztes Mal auf die Zutatenliste eine Fertigpestos geguckt – und das Gläschen postwendend wieder ins Regal zurück gestellt. Ich weiß nicht, was Sonnenblumenöl oder Cashewnüsse im klassischen Pesto verloren haben. Von Stabilisatoren und anderen komischen Zusätzen will ich jetzt gar nicht erst anfangen. Ne, da bastel ich mir doch flott einen geeigneten Pesto-Ersatz. Immerhin weiß ich dann, was drin ist. Das geht ganz einfach und passt super zum feinen Spargel. Versprochen.


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Spargeltarte mit Basilikum-Creme und Mandelboden
Menüart Hauptgericht
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Portionen
hungrige Personen
Zutaten
Pesto-Creme
Mandelboden
Spargel
Menüart Hauptgericht
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Portionen
hungrige Personen
Zutaten
Pesto-Creme
Mandelboden
Spargel
Anleitungen
  1. 1. Zuerst den die Pesto-Creme vorbereiten. Dazu alle Zutaten in ein hohes Gefäß einfüllen und ordentlich durchpürieren. Zum Schluss mit Salz und frisch gemahlenen Pfeffer abschmecken und erstmal beiseite stellen.
  2. 2. Den Backofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen.
  3. 3. Nun den Mandelboden vorbereiten, dazu alle Zutaten für den Boden in eine Schüssel geben und am besten mit einem Rührgerät gründlich durchrühren. Es entsteht ein weicher, leicht klebriger Teig, das ist gewollt so. Ihr könntet den Teig nun für einige Zeit kalt stellen - das ist aber kein Muss. Ich packe ihn immer zwischen zwei Blätter Backpapier und rolle ihn dann entsprechend aus - das klappt sehr gut. Dann ziehe ich das obere Blatt Backpapier ab und packe den Teig mit dem unteren Blatt in die gewünschte Form. Da ich leider keine rechteckige Tarte-Form habe, habe ich eine ofenfeste Glasform genommen. Wichtig ist, dass ihr einen etwa daumenbreit hohen Rand habt - sonst haut euch die Pestocreme ab.
  4. 4. Den vorbereiteten Boden im Ofen für etwa 10 - 15 Minuten vorbacken.
  5. 5. In der Zwischenzeit den Spargel schälen und ggf. schon mal in Tarte-Form schneiden.
  6. 6. Wasser mit einer Scheibe Zitrone, Salz und Erythrit aufkochen und den Spargel für etwa 3 - 4 Minuten vorgaren. Den Spargel dann sofort kalt abbrausen und abtrocknen.
  7. 7. Die Pesto-Creme auf den vorgebackenen Tarte-Boden gießen und den Spargel schön darauf verteilen.
  8. 8. Die Tarte weitere 20 Minuten backen, bis die Creme fest und goldgelb wird.
  9. 9. Den Ofen ausschalten und die Tarte noch für etwa 10 Minuten im Ofen ruhen lassen. Und dann sofort servieren.
Rezept Hinweise

Eine sehr reichhaltige Tarte - am Besten passt ein kleiner Salat dazu.

Die Geschmacksexplosion mit Spargel, Kräutern und Lamm

Den Anfang in die Spargelsaison mache ich mit diesem erfrischenden Rezept. Lamm hat normalerweise einen ganz eigenen Charakter und lässt sich nur schwer aus dem Vordergrund verscheuchen. Aber die Kombination aus Spargel, Ingwer und Kräutern schafft das! Keine Angst, das zarte Lamm geht in diesem Gericht nicht unter. Ich finde, es fügt sich sogar sehr toll mit ein. Mäh!

 

 

Etwas kleine Lamm-Kunde

Eigentlich stammt Lammfleisch von Schafen, die kaum älter als ein Jahr sind, das Fleisch hat einen zarten, aber wie ich finde doch auf seine eigene Art würzigen Geschmack. Lammfleisch ist ein wertvoller Träger von Vitamin A, B12, Folsäure, Kalium, Zink und Eisen. Je nach verwendetem Teilstück kann man von mager (Filet) bis gut mit Fett durchwachsen (Brust) alles am Lamm finden.

Je jünger das Tier war, desto zarter ist auch der Geschmack.

Gerade beim Lammfleisch finde ich, ist die Qualität sehr wichtig. Ich kenne eine Menge Leute, die Lamm nicht mögen, weil ihnen der Geschmack zu streng ist. Herr G ’n‘ L und ich sind mittlerweile dazu übergegangen, unsere Fleischeinkäufe in dieser Richtung beim türkischen Metzger zu erledigen. Es gab bisher keinen Einkauf, mit dem wir nicht zufrieden gewesen wären. Es hat noch nie etwas „gelammelt“ oder in irgendeiner Weise komisch gerochen. Es war geschmacklich immer sehr fein. Und schön zart.

Beim Einkauf von Lamm achte ich darauf, Fleisch von Weidetieren zu bekommen. Diese Tiere hatten viel Bewegung und durften Gras fressen. Ich finde, das merkt man einfach am Geschmack.

Aber es gilt natürlich immer: Im Zweifelsfall frage ich einfach nach, was der freundliche Metzger empfehlen kann.

 

Wieder zurück zum Frühling

Das Schöne am Frühling ist, dass langsam auch wieder eine frische Leichtigkeit in meine Küche kommt. Habe ich im Winter noch viele mitunter schwere und gehaltvolle Schmorgerichte auf den Tisch gezaubert, so sind jetzt wieder leichte Gerichte an der Reihe. Gerne Kurzgebratenes, Gegrilltes oder auch nur lecker Mariniertes.

Für mich ist jetzt wieder die Zeit für frisches, zartes Gemüse und frische Kräuter. Gerade auf letztere mussten wir in den letzten Monaten öfter verzichten. Liegt einfach an meinem nicht vorhandenen grünen Daumen. Pflanzen tendieren bei mir immer zum Eingehen, egal was ich mache. Irgendwas ist wohl immer verkehrt. Es ist nicht so, als hätte ich mich nicht schon unzählige Male in der Fensterbankgärtnerei versucht – aber ich bekomm sie alle klein. Nur mein Zitronenbäumchen trotzt momentan allen Mord äh… Pflegeversuchen. Gelegentlich blüht es sogar. Wahrscheinlich aus Trotz. Ich werde die Kräuteraufzucht dieses Jahr trotzdem wieder versuchen. Vielleicht finde ich ja das richtige (Un)Kraut, das mich überlebt.

 

Hauptsache schön grün!

Wichtig für dieses Gericht ist, dass ihr eine ganz bunte Vielfalt an Kräutern verwendet. Je bunter die Mischung, desto mehr Aha-Momente werdet ihr beim Essen und Genießen haben. Ich habe manchmal das Glück und kann beim Gemüsehändler oder in der Gärtnerei so Mischbunde ergattern. Da greife ich immer sehr gerne zu. Weil ich diese Überraschungsmomente liebe.

In der für das Lamm verwendeten Mischung haben sich Kerbel, Petersilie, Bärlauch, Zitronenmelisse, Basilikum und Rauke versteckt. Ein anderes Mal hatte ich Zitronenmelisse, Pfefferminze, Estragon, Dill, Petersilie und Schnittlauch. Hätte ich beide Male bewusst die Kräuter so zusammenstellen müssen… ich glaube nicht, dass ich diese Kombinationen gewählt hätte. Aber beide Male waren sie einfach genial und echt passend!

Wenn ihr die Kräutermischung selbst zusammenstellt: traut euch ruhig!

 

Alles Spargel oder was?

Da ich gestern das unverschämte Glück hatte, eine große Menge quietsche-frischen weißen Spargel zu ergattern habe ich die Spargel-Kräuter-Pfanne mit weißem Spargel gemacht. Grüner Spargel eignet sich aber auch sehr gut dazu. Er gibt dem Gericht nochmal eine ganz andere Textur.

Ich kann und will mich aber ehrlich gesagt gar nicht zwischen weißem und grünem Spargel entscheiden müssen – heute gab es die Pfanne mit weißem Spargel und in der nahen Zukunft mit grünem Spargel. Basta!

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Kräuter-Spargel-Pfanne mit Lamm
Menüart Hauptgericht
Vorbereitung 20 Minuten
Kochzeit 15 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
Für den Spargel
Für die Kräuter Pfanne und das Lamm
Menüart Hauptgericht
Vorbereitung 20 Minuten
Kochzeit 15 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
Für den Spargel
Für die Kräuter Pfanne und das Lamm
Anleitungen
Vorbereitung des Spargels
  1. 1. Spargel putzen. Wenn ihr weißen Spargel habt, muss dieser ganz geschält werden. Bei grünem Spargel reicht es, wenn ihr nur das untere Viertel schält. Wenn die Schnittflächen schon etwas unschön oder angetrocknet sind, schneidet diese weg. Dann den Spargel in etwa 5 cm große Stücke schneiden
  2. 2. In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen und die Zitronenscheiben, Salz und Zucker zugeben
  3. 3. Den Spargel im Wasser je nach dicke der Stangen 5 - 10 Minuten kochen lassen. Dann abseihen, kalt abschrecken und zur Seite stellen
Die restliche Pfanne
  1. 4. Das Lamm in kleine Würfelchen schnetzeln
  2. 5. Den Ingwer schälen und fein hacken
  3. 6. Die Kräuter und Frühlingszwiebel waschen und ganz fein hacken. Beides zusammen mischen und zur Seite stellen
  4. 7. Den Knoblauch schälen, fein hacken und unter die Kräuter mischen
  5. 8. In einer großen schweren Pfanne die Hälfe vom Kokosöl oder Butterschmalz erhitzen und erst den Ingwer etwas darin anbraten. Wenn der Ingwer leicht Farbe bekommt, das Lamm zugeben und schön knusprig anbraten. Wenn das Fleisch und der Ingwer rundrum schön braun und durch sind, aus der Pfanne nehmen etwas zur Seite stellen
  6. 9. Das restliche Kokosöl oder Butterschmalz schmelzen und die Koriandersamen darin anrösten. Achtung, sie sollen nur duften, nicht dunkel werden
  7. 10. Den abgetropften Spargel zugeben und rundherum anbraten
  8. 11. Das Fleisch wieder zugeben und unterrühren. Mit Coconut-Aminos, Salz und Pfeffer abschmecken
  9. 12. Als letztes werden die Kräuter dazu gegeben und gründlich unterheben. Die Kräuter sollen nicht mehr gegart werden, darum so schnell wie möglich Servieren und Genießen
Rezept Hinweise

Bei uns gibt es die Pfanne meist ohne weitere Beilagen. Ich nehme gerne ein bisschen mehr Spargel um das dann auch auszugleichen. Ich kann mir aber vorstellen, dass Reis oder Kartoffeln gut dazu passen könnten. Aber um Low Carb zu bleiben wird im Hause Ginger and Lemons darauf verzichtet 😉

Ein kleines Stück Fernweh und Kokos-Limetten-Kuchen

Gelegentlich habe ich ein gewisses Problem:

Im Hause Ginger ’n‘ Lemons wohnen unheimlich süße Zähnchen. Gerade Herr G ’n‘ L könnte bei längerem Süßigkeitenentzug ein wenig missmutig werden. Ich glaube, Obst sieht er nicht als „Süßkram“ an, auch wenn er einem Schälchen saftig süßer Erdbeeren nicht abgeneigt ist. Da niemand ein missmutiges Süßzähnchen haben möchte, musste ich mir da nach unserer Ernährungsumstellung auf Low Carb einfach etwas einfallen lassen.

Erste Backversuche

Mit Gruseln erinnere ich mich an meine ersten Low Carb Backversuche. Mandel-Kugeln. Ich schwöre euch, mit diesen kleinen Dingern hätte man ganz easy Scheiben einwerfen können. Ohne große Mühe. Einfach „klirr“. Die waren hart wie Steine und sahen auch ähnlich aus.

Auch meine darauf folgenden Backversuche gingen ähnlich nach hinten los. Zwar alles Low Carb, aber entweder sehr kompakt oder Low Taste.

Nach den ersten missglückten Versuchen waren wir Süßzähnchen schon etwas geknickt und unglücklich. Zu Zeiten, als ich noch ganz normal mit Zucker und Weizenmehl gebacken habe waren meine Kuchen doch eigentlich immer recht beliebt gewesen. Und jetzt waren meine Ergebnisse gelinde gesagt sehr besch… *räusper* ernüchternd.

Der Pudels Kern

Es hat einige Zeit gedauert, bis ich den Geistesblitz hatte:

Ich habe mit meinem Tunnelblick angefangen einfach Weizenmehl durch Nussmehle zu ersetzen. An die unterschiedlichen Eigenschaften beim Backen hatte ich aber nie gedacht! Ziemlich doof eigentlich, nicht wahr?

Aber hey, aus Fehlern lernt man bekanntlich. Naja, manchmal zumindest.

Es ging wieder bergauf!

Kaum hatte sich dieser Gedanke in meinen wirren Gehirnwindungen richtig gesetzt, wurde ich wieder experimentierfreudiger und mutiger beim Backen. Und auch die Ergebnisse wurden langsam aber sicher immer ansehnlicher. Und noch wichtiger: Die Kuchen waren wieder weich und nicht mehr zu Selbstverteidigungszwecken zu gebrauchen. Nein, man konnte sie bedenkenlos essen und sie schmeckten auch noch!

Mit jedem Versuch kehrte meine Sicherheit wieder zurück und im Hause Ginger ’n‘ Lemon ist die Freude groß: Es gibt wieder regelmäßig Kuchen!

Ich möchte euch diesen oberleckeren, saftig-fluffigen Kokos-Limetten-Kuchen nicht vorenthalten. Die Kombination Kokos-Limette ist ohnehin schon sehr genial, aber durch die unerwartet leichte und lockere Konsistenz ist dieser Kuchen etwas ganz besonderes.

Ich finde mit jedem kleinen Bissen hat man ein bisschen Fernweh.

Ein Strand mit Kokospalmen, ein Glas mit einem Limetten-Cocktail in der Hand… hach ja…

Noch ein Wort zur Süße

Beim Low Carb Backen muss ich leider noch einen sehr großen Balance-Akt hinlegen. Erythrit ist ein Zuckerersatzstoff und wird künstlich hergestellt. Die Einzelheiten erspare ich euch an dieser Stelle lieber.

Man könnte gewiss auch Datteln zum Süßen und Backen verwenden, die wären wenigstens natürlich. Aber das wir uns zeitweise ketogen ernähren, kommen die aufgrund des hohen Kohlenhydratanteils nicht in Frage. Und mit Kuchen ohne Süße kann man hier auch niemand hinter dem Ofen hervorlocken. Ihr seht also mein Dilemma.

Also drücke ich einfach ab und an ein Auge zu.

So, genug um den heißen Kuchen herumgeblubbert, jetzt geht’s zum Backen:

 

Rezept drucken
Kokos-Limetten-Kuchen
Ein wunderbar saftig-saurer Kuchen
Menüart Nachtisch
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Wartezeit 2 Stunden
Portionen
Zutaten
Für den Kuchen
Für die Glasur
Menüart Nachtisch
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Wartezeit 2 Stunden
Portionen
Zutaten
Für den Kuchen
Für die Glasur
Anleitungen
Für den Kuchen
  1. Den Backofen auf 170° C Ober- und Unterhitze vorheizen
  2. Die Eier trennen
  3. Das Eiweiß mit 100 Gramm Erythrit und einer Priese Salz zu Schnee schlagen und bis zur Weiterverarbeitung zur Seite stellen
  4. Das Eigelb mit den verbleibenden 50 Gramm Erythrit schaumig schlagen
  5. Den Saft von 4 Limetten zugeben
  6. Den Schalenabrieb von 1 unbehandelten Limette zugeben
  7. 250g 40%igen Speisequark und 1 Esslöffel Kokoscreme zugeben
  8. Das Kokosmehl und das Backpulver miteinander vermengen und dann gründlich unter die Eigelb-Limetten-Quarkmasse rühren
  9. Nun den Eischnee vorsichtig mit einem Teiglöffel unterheben und in eine Gugelhupfform geben (ich benutze immer eine Silikonform, da löst sich der Kuchen, ohne dass die Form eingefettet werden muss. Wer eine ander Form verwendet, fettet die Form mit etwas Kokosöl ein)
  10. Den Kuchen auf mittlerer Schiene etwa 45 Minuten lang backen. Bitte bedenkt, dass jeder Backofen ein wenig anders zu handhaben ist.
  11. Nach Ablauf der Zeit mittels Stäbchenprobe kontrollieren, ob der Kuchen schon durch ist. Er ist fertig, wenn nichts mehr am Stäbchen kleben bleibt.
  12. Den Kuchen in der Form etwas auskühlen lassen und dann auf einen Teller stürzen
Für die Glasur
  1. Die Limette auspressen
  2. Kokoschips etwas zerbröseln oder Kokosraspel benutzen
  3. Kokoschips oder Kokosraspel ohne Fett in einer Pfanne leicht anrösten. Sie sollten nicht zu dunkel werden, nur anfangen lecker zu duften
  4. Das Erythrit zugeben. Achtung, es wird wahrscheinlich sofort anfangen zu schmelzen!
  5. Mit dem Saft einer Limette ablöschen und ggf. noch 2 Esslöffel Wasser zugeben
  6. Das Ganze etwas köcheln lassen und dann über den Kuchen träufeln
  7. Kuchen und Glasur nun am besten für 1-2 Stunden komplett auskühlen lassen und dann genießen. Achtung, es besteht die Gefahr auf einen Anflug von Fernweh!
Rezept Hinweise

Dieser Kuchen passt auf jede Low Carb-Kuchentafel. Das Zusammenspiel von Kokos und Limetten ergänzt sich einfach wunderbar.

Solltet ihr Überlegen, ob es den Sirup wirklich braucht:

Ja! Durch den säuerlich-fruchtigen Sirup wird der Kuchen erst ein richtiges Hightlight!

 

Nach einer Inspiration vom schwarzgrünen Zebra