Lammcurry in Buttersoße

Ich war noch nie in Indien. Nüchtern betrachtet werd ich da wahrscheinlich auch nie hinkommen. Außer, das mit dem Lottogewinn klappt doch nochmal irgendwann. Leider hat allerdings meine Kristallkugel diesbezüglich immer ein bisschen Empfangsprobleme – daher glaube ich nicht, dass ich irgendwann mal die richtigen Zahlen vorausschauen und Tippen werde.

Indien?!?

Warum fange ich nun mit Indien an? Naja – ich versuche die Überleitung zu einem typisch, charakteristischen Gericht aus Indien hinzubekommen. Leider ist es mit meinen Überleitungen ähnlich wie mit meiner Kristallkugel – es funktioniert viel zu selten.

Curry – ein Name für viele Gerichte

Genau genommen ist Curry der Name verschiedener Gerichte des südasiatischen und südostasiatischen Küche. Basis ist eine dicke, sämige Soße mit einer vielzahl verschiedener Gewürze. Oft mit Gemüse, Fisch oder Fleisch. Meist wird Reis oder Naan dazu gereicht. Aber auch für eine Low Carb Küche eignet sich Curry sehr gut. Mehr dazu aber ein bisschen später.

„Curry“ ist ein englisches Wort mit tamilischen Wurzeln und bedeutet im Grundsatz „Soße“. Es ist die Bezeichnung für einen Eintopf. Auch wenn es Currys im ganzen süd- und südostasiatischen Raum zu finden sind, stammen sie wohl ursprünglich aus Indien. (Na, kommt die Überleitung jetzt an?)

Das Klassische Curry?

„Das“ Curry-Rezept gibt es nicht. Es gibt keine festgelegten Zutaten, die in einem Curry vorhanden sein müssen. Wahrscheinlich gibt es genauso viele Curry-Rezepte wie indische Hausfrauen. Vielleicht sogar noch mehr. Es gibt Curry-Gerichte mit Fleisch, vegetarisch oder auch mit Fisch und Meeresfrüchten. Eines haben alle Currys allerdings gemeinsam: sie enthalten eine Vielzahl von Gewürzen. Auch bei den Gewürzen gibt es nicht „die“ Mischung. Auch hier werden je nach Region und Köchin verschiedene Mischungen. In typischen Mischungen können aber folgende Gewürze enthalten sein:

  • Kreuzkümmel
  • Schwarzkümmel
  • Chilli
  • Koriandersamen
  • Senfkörner
  • Nelke
  • Zimt
  • Sternanis
  • Kurkuma
  • Bockshornklee
  • Amchoor (Mangopulver)
  • Pfeffer
  • Piment
  • Nelke
  • Sesam

In Indien werden die Gewürze für gewöhnlich getrocknet verwendet und vor dem Kochen angeröstet und dann frisch gemahlen. Nur Korrianderblätter werden meist frisch verwendet – wie bei uns Petersilie.

Wie ich eingangs schon erwähnt habe, war ich noch nie in Indien – daher kenne ich die indische Küche nur aus Restaurants. Geschmackvoll, zartes Fleisch mit dicken Soßen und manchmal ein wenig scharf. Damit kann sich mein Lammcurry definitiv messen.

Low Carb und Curry – das passt?

Aber natürlich passt Curry auch in eine vielseitige Low Carb Ernährung! Ich verzichte auf Kohlenhydrate – nicht auf Geschmack! Es ist immer eine Frage der Beilagen… Blumenkohlreis, bunter Salat oder Keto-Naan passen hervorragend zu Curry.

– Curry mit Blumenkohlreis –
– bunter Salat mit Joghurt und frischem Korriander –

 

Ein neues Familienmitglied…

Für die Zubereitung des Currys kommt mein neustes Familienmitglied zum Einsatz:

Mein Slow Cooker – liebevoll „Cooky“ genannt. Ich werde bei Gelegenheit noch genauer über Cooky berichten – vorerst sei gesagt, dass er ein ganz tolles Küchenzubehör ist. Sehr praktisch, weil man das Gericht morgens einfach aufsetzen kann und er dann die ganze Arbeit erledigt. Und das noch mit einem geringerem Stromverbrauch, als der Herd.

Aber natürlich kann man das Curry auch ganz normal im Schmortopf am Herd zubereiten.

Lasst euch nicht von der langen Schmorzeit des Currys abschrecken – und versucht auch nicht, diese zu verkürzen. Die Soße braucht die nötige Zeit, toll einzukochen und das Fleisch wird nach dieser perfekt zart sein.

 

– mit keto Naan und vieeeeel köstlicher Soße –

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Lammcurry in Buttersoße
Menüart Hauptgericht
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 4 1/2 Stunden
Portionen
Personen
Zutaten
Menüart Hauptgericht
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 4 1/2 Stunden
Portionen
Personen
Zutaten
Anleitungen
  1. Die roten Zwiebeln schälen und schön fein würfeln. Die Zwiebelwürfel unten auf den Boden des Topfs bzw. auf den Boden des Slow Cookers geben.
  2. Die Marinade für das Fleisch herstellen, das geht ganz einfach. Den Knoblauch pressen, den Ingwer sehr fein würfeln und mit allen Gewürzen, der Kokosmilch, dem Tomatenmark und dem Joghurt vermengen.
  3. Das Lamm in mundgerechte Stücke schneiden und in die Marinade geben und gut durchmengen.
  4. Fleisch und Marinade in den Topf bzw. in den Slow Cooker geben.
  5. Die Butter in Flocken auf dem Fleisch verteilen.
  6. Bei Zubereitung im Slow Cooker: Den Slow Cooker auf High stellen und das Curry 4,5 Stunden bei geschlossenem Deckel ziehen lassen. Auch wenn es schwer ist, den Deckel die ganze Zeit drauf lassen und erst am Ende gut durchrühren.
  7. Bei Zubereitung im Schmortopf: Bei geschlossenem Deckel 4,5 köcheln lassen, dabei den Deckel nach Möglichkeit so selten wie möglich abnehmen. Gegen Ende gut durchrühren.
  8. Die Soße sollte in beiden Fällen schön sämig sein, das Fleisch schön zart.
Rezept Hinweise

Als Beilage zu diesem Curry bieten sich natürlich die üblichen Verdächtigen wie Reis oder Naan an. In meiner Low Carb Küche sind diese Beilagen allerdings "gestrichen", da es High Carb-Gerichte sind und nicht ins Low Carb Konzept passen.

Für die Low Carber unter uns empfehle ich:

Blumenkohl-Reis

Keto Naan (Rezept von Lchf Deutschland)

Gemischten Salat mit frischem Korriander und Joghurt-Dressing

gebratenes Gemüse mit Chilli

Die Spargelsaison… der Frühling hat begonnen!

Ganz unbemerkt hat sich der Frühling angeschlichen. Ganz heimlich, fast über Nacht. Zumindest kommt es mir fast so vor. Wo es noch vor einigen Wochen grau und trist war, schieben sich jetzt Korkusse und Narzissen der warmen Sonne entgegen. Auch die ein oder andere Hyazinthe und Tulpe kann man schon finden.

Die Tage fangen wieder an länger zu werden. Die Eisdielen machen wieder auf… ich könnte die Liste bestimmt noch eine ganze Weile so weiterführen und noch mehr von den tollen Veränderungen im Frühjahr schwärmen. Ich kann es aber auch sein lassen – führt euere eigene Liste.

Halt, eins habe ich aber noch!

Habt ihr euch schon mal aufmerksam umgesehen? Na? Na? Ist euch schon was aufgefallen?

Ja, genau. An jedem Eck sprießen wieder die kleinen Holzhüttchen aus dem Boden, die Spargel (und später eventuell auch Erdbeeren) verkaufen. Also zumindest hier in Bayern. Seitdem ich denken kann, gehören diese Hütten automatisch zum Frühling dazu. Klingt vielleicht ein bisschen verrückt, aber ich freue mich schon jedes Jahr wieder darauf, sie zu sehen.

Sobald diese Hüttchen nämlich aufgestellt werden, dauert es nicht mehr so lange bis es endlich Spargel gibt.

Es gibt meines Wissens keinen offiziellen Anfang der Spargelsaison. Es kommt immer ein bisschen auf das Wetter an, wie lange man warten muss.

Dieses Jahr konnte der frische Spargel bereits ab Mitte März geerntet werden. Meistens kommen die frühen Stangen aus beheizten Anbaugebieten und sind im Verhältnis recht teuer. Wenn man den Ressourcenaufwand betrachtet, der zum beheizen ganzer Felder aufgewendet werden muss, ist dies allerdings nachvollziehbar.

Ich habe allerdings auch gehört, dass nun langsam die Ernten aus den Folien-Zuchten reif werden. Sobald der Spargel aus den Minitunneln kommt, fallen die Preise dann aber langsam auch. Es dauert dann auch nicht mehr so lange bis der Freilandspargel in die Auslagen der Geschäfte (und Holzhüttchen) kommt.

Die deutsche Spargelsaison dauert traditionell bis zum 24. Juni. Also bis zum Johannistag. Also bis zur Sommersonnenwende. Nach Johanni wird normalerweise kein Spargel mehr geerntet, damit die Pflanzen zeit haben sich mindestens 100 Tage vor Kälteeinbruch auszuruhen. Nur mit der nötigen Ruhezeit werden die Spargelpflanzen sich erholen und im nächsten Jahr neue Sprossen bilden.

Da die Zeit bis zur Sommersonnenwende nicht so lange ist, ist die Spargelzeit in meinen Augen viel zu kurz. Da bleibt nur eines:

Ran an den Spargel und die Saison so gut auskosten wie möglich!

Bevor ich dieses Jahr allerdings die Spargelrezepte auspacke, möchte ich euch erst mal ein paar nette Informationen zum edlen Gemüse geben.

Was verbirgt sich denn nun im Spargel?

Die Königin der Gemüse besteht aus rund 95 % Wasser und hat kaum Kalorien (die kommen erst durch die Beilagen ins Spiel – dazu aber später). 18 Kilokalorien bringen 100 Gramm gekochter Spargel mit – man kann sie also eigentlich so gut wie ignorieren 😉

Für die Low Carb Anhänger unter uns sollte ich vielleicht den Kohlenhydratanteil von 1,5 Gramm auf 100 Gramm erwähnen. Spargel lässt sich also wunderbar mit einer kohlenhydratarmen Ernärhungsweise vereinbaren.

Er enthält außerdem B-Vitamine, darunter Folsäure (Vitamin B9), Vitamin C und Vitamin A. Grüner Spargel ist sogar noch Vitaminreicher als sein weißer Verwandter.

Wer allerdings an Gicht oder einer Nierenerkrankung leidet, sollte beim Spargel vorsichtig sein, denn er hat einen relativ hohen Purin-Gehalt. Vor dem Spargelgenuss sollte man sich hier vielleicht besser mit seinem Arzt besprechen.

Ist er wirklich frisch?

Es gibt einen ganz einfachen Trick um zu sehen, ob der Spargel noch frisch ist. Wenn du lose Ware kaufst, reibe zwei Stangen leicht aneinander. Sie müssen quietschen! Denn das ist ein Zeichen von Frische. Quietsch! Quietsch!

Wenn du Spargel im Bund kaufst und ihn so nicht testen kannst, dann sieh dir seine Schnittfläche an den „Füßen“ an. Sie sollte noch leicht feucht und nicht zu ausgefranst sein.

Ich bevorzuge eigentlich, Spargel immer frisch zu kaufen – wenn du ihn aber im Kühlschrank lagern willst, dann schlage ihn in ein feuchtes Küchentuch ein, dann übersteht er auch 2 oder 3 Tage.

Gut, im Hause Ginger and Lemons hält er nie so lange 😉

Auf die Menge kommt es an!

Gut, angenommen ihr habt keine ausgehungerten Monster daheim sitzen… wie viel Spargel braucht man denn nun pro Person?

Wenn der Spargel die Hauptrolle der Mahlzeit spielt rechne ich normalerweise mit 500 – 600 Gramm Spargel pro Nase. Koche ich ihn als Beilage rechne ich mit 250 – 350 Gramm. Bisher ist noch nie jemand verhungert. Und Reste gab es auch nie.

Wo wir schon bei Begleitern sind!

Den Klassiker kennt sicherlich jeder: Spargel mit Kartoffeln, Sauce Hollandaise und Kochschinken.

Aber Spargel passt auch hervorragend zu Steak, zu Lachs oder zu gedünsteten Gemüse, das man noch in Butter geschwenkt hat. Oder Spargel im Wok. Oder im Pergamentpäckchen im Ofen gebacken.

Als fränkische Seele liebe ich (echte) grobe fränkische Bratwürste mit frischem Spargelsalalt. Der Salat am besten noch lauwarm.

Wie gut, dass die Spargelsaison noch ein bisschen geht (wenn im Grunde auch viel zu kurz!) – da kann ich euch bestimmt noch das ein oder andere Gericht vorstellen.

Harte Schale, toller Kern!

Ich benutze immer einen Sparschäler zum Spargelschälen. Ich habe keinen Extra-Schäler für Spargel, bei mir muss der Allrounder seinen Dienst tun. Weißen Spargel schälst du am besten von oben nach unten. Also vom Kopf bis hin zum Fuß. Wenn die Schnittfläche am Fuß nicht mehr so hübsch ist, schneide ich sie ab.

Wenn du grünen Spargel kochst, brauchst du eigentlich nur das untere viertel zu schälen.

 

Husch, husch ins warme Wasser!

Ich bin in einem Haushalt aufgewachsen, in dem das Kochwasser für Spargel ungenießbar sein musste. Sonst war es nicht richtig!

Ganz so handhabe ich es in meiner eigenen Küche nicht mehr, aber auf etwa 2 Liter Kochwasser kommen bei mir 1 Esslöffel Salz, 1 Esslöffel Erythrit (oder Zucker, wenns nicht Low Carb sein muss) und 3 Zitronenscheiben.

Bitte, bitte lasst den Zucker auf gar keinen Fall weg! Er nimmt die Bitterkeit aus dem Spargel und macht ihn geschmacklich noch besser!

Die Zitronenscheiben sorgen im Übrigen dafür, dass der Spargel schön weiß strahlt.

Wie lange denn nun?

Wie überall im Leben: es kommt auf das Timing an. Verkochen soll der Spargel nicht, aber halb roh mag ihn auch wieder (fast) keiner. Habe ich dünnen Spargel, plane ich 10 Minuten Kochzeit ein. Dicke Stangen dürfen 20 Minuten im heißen Wasser dümpeln. Ich steche ihn kurz vor Ende der Kochzeit an, um zu sehen ob er schon die richtige Konsistenz hat.

Ich empfehle übrigens nicht, Spargel warm zu halten – serviert ihn lieber schön frisch.

Ich hoffe, ihr freut euch jetzt auch schon so auf die Spargelsaison äh… den Frühling wie ich.

In diesem Sinne:

Bis bald!