Spargeltarte mit Basilikum-Creme und Mandelboden

Wie schnell die Zeit vergeht – es ist schon wieder Sonntag. Wochentag folgt auf Wochentag. Und dann kommt irgendwann das heiß ersehnte Wochenende.

Wir haben den Samstag genutzt um unseren IKEA zu besuchen. Wir Wahnsinnigen. Samstag im IKEA. Die Hölle. Zwischen genervten Pärchen („ah Schatz, ist das nicht niiiedlich?“), Leuten die die Größe Ihres Autos scheinbar nicht kennen („klar passt der 2 Meter Pax in meinen Smart!“ ) und Eltern (verzweifelt ihren Kindern nach jagend). Und mittendrin: Wir.

Aber wir hatten ein Ziel vor Augen: Unser Balkon brauchte endlich eine Generalüberholung. Dingend. Noch bevor der Sommer so richtig anfängt. Eigentlich hatte mich der komische grüne Teppich am Boden schon beim Einzug nicht begeistert. Aber beim Zusammenziehen gab es einfach erst mal wichtigere Dinge als den doofen Balkon. Haben wir ohnehin nur als Parkplatz für den Wäscheständer genutzt. Aber immerhin habe ich es in den vergangenen drei Jahren geschafft, im Sommer immer Blumen am Balkon zu pflanzen. Naja, eher vertrocknen zu lassen. Das Problem mit dem abwesenden grünen Daumen eben.

Wir haben uns für den typischen IKEA-Gartenbodenbelag in Holzoptik (und mit Klicksystem) und ein paar neue Balkonmöbel entschieden. Herr G ’n‘ L durfte sich dann gestern Nachmittag mit dem handwerklichen Dingen beschäftigen.

Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, dass wir so was immer nur machen, wenn der Aufzug im Haus nicht geht? Und wir sämtliche Päckchen quasi zu Fuß aus der Garage in den dritten Stock schleppen müssen? War damals bei unserem riesigen Terrarium genauso. Mit Aufzug wäre für Anfänger gewesen. Ne, auch das Ding zog an einem Tag ein, an dem der liebe Aufzug Out Off Service war. Wahrscheinlich wusste er schon warum.

Aber nach soviel Fleiß und Anstrengung gibt es gerade nichts schöneres, als den Sonntag auf dem neu gestalteten Balkon zu verbringen. Gerade, wenn das Wetter so traumhaft wie heute ist! Herr G ’n‘ L und ich haben die Gelegenheit gleich genutzt und uns seit ganz langer Zeit in die Sonne (oder wie in meinem Fall in den Schatten) gefläzt.

Und wisst ihr, was ich noch viel toller fand? Wir haben an der frischen Luft Mittag gegessen. Da hat die tolle Spargeltarte gleich noch viel besser geschmeckt.

 

Ich hatte euch ja ein paar Spargelrezepte versprochen. Ich habe diese Tarte dieses Jahr zum ersten Mal versucht, und wir sind ganz angetan davon. Die Kombination aus Spargel und Kräutern ist immer spannend, aber anfangs hatte dennoch ein bisschen Bedenken bei dieser Tarte. Ich hätte aber nicht genau sagen können, warum. Es wäre sehr schade gewesen, hätte ich sie nicht gemacht: die Spargeltarte ist wirklich genial!

Ganz im Low Carb Gedanken ist der Boden der Tarte aus gemahlenen Mandeln und etwas Mandelmehl. Ich denke, man könnte aber auch einen ganz normalen Mürbeteig-Boden machen. Wenn einem der Mandel-Boden zu exotisch ist. Man verpasst aber was, der feine nussige Geschmack passt hervorragend zur Pesto-Creme und dem zarten Spargel.

Zugegeben, man könnte für den Creme-Guss auch Pesto aus dem Gläschen verwenden, aber tut euch das besser nicht an! Ich habe letztes Mal auf die Zutatenliste eine Fertigpestos geguckt – und das Gläschen postwendend wieder ins Regal zurück gestellt. Ich weiß nicht, was Sonnenblumenöl oder Cashewnüsse im klassischen Pesto verloren haben. Von Stabilisatoren und anderen komischen Zusätzen will ich jetzt gar nicht erst anfangen. Ne, da bastel ich mir doch flott einen geeigneten Pesto-Ersatz. Immerhin weiß ich dann, was drin ist. Das geht ganz einfach und passt super zum feinen Spargel. Versprochen.


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Spargeltarte mit Basilikum-Creme und Mandelboden
Menüart Hauptgericht
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Portionen
hungrige Personen
Zutaten
Pesto-Creme
Mandelboden
Spargel
Menüart Hauptgericht
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Portionen
hungrige Personen
Zutaten
Pesto-Creme
Mandelboden
Spargel
Anleitungen
  1. 1. Zuerst den die Pesto-Creme vorbereiten. Dazu alle Zutaten in ein hohes Gefäß einfüllen und ordentlich durchpürieren. Zum Schluss mit Salz und frisch gemahlenen Pfeffer abschmecken und erstmal beiseite stellen.
  2. 2. Den Backofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen.
  3. 3. Nun den Mandelboden vorbereiten, dazu alle Zutaten für den Boden in eine Schüssel geben und am besten mit einem Rührgerät gründlich durchrühren. Es entsteht ein weicher, leicht klebriger Teig, das ist gewollt so. Ihr könntet den Teig nun für einige Zeit kalt stellen - das ist aber kein Muss. Ich packe ihn immer zwischen zwei Blätter Backpapier und rolle ihn dann entsprechend aus - das klappt sehr gut. Dann ziehe ich das obere Blatt Backpapier ab und packe den Teig mit dem unteren Blatt in die gewünschte Form. Da ich leider keine rechteckige Tarte-Form habe, habe ich eine ofenfeste Glasform genommen. Wichtig ist, dass ihr einen etwa daumenbreit hohen Rand habt - sonst haut euch die Pestocreme ab.
  4. 4. Den vorbereiteten Boden im Ofen für etwa 10 - 15 Minuten vorbacken.
  5. 5. In der Zwischenzeit den Spargel schälen und ggf. schon mal in Tarte-Form schneiden.
  6. 6. Wasser mit einer Scheibe Zitrone, Salz und Erythrit aufkochen und den Spargel für etwa 3 - 4 Minuten vorgaren. Den Spargel dann sofort kalt abbrausen und abtrocknen.
  7. 7. Die Pesto-Creme auf den vorgebackenen Tarte-Boden gießen und den Spargel schön darauf verteilen.
  8. 8. Die Tarte weitere 20 Minuten backen, bis die Creme fest und goldgelb wird.
  9. 9. Den Ofen ausschalten und die Tarte noch für etwa 10 Minuten im Ofen ruhen lassen. Und dann sofort servieren.
Rezept Hinweise

Eine sehr reichhaltige Tarte - am Besten passt ein kleiner Salat dazu.

Die Geschmacksexplosion mit Spargel, Kräutern und Lamm

Den Anfang in die Spargelsaison mache ich mit diesem erfrischenden Rezept. Lamm hat normalerweise einen ganz eigenen Charakter und lässt sich nur schwer aus dem Vordergrund verscheuchen. Aber die Kombination aus Spargel, Ingwer und Kräutern schafft das! Keine Angst, das zarte Lamm geht in diesem Gericht nicht unter. Ich finde, es fügt sich sogar sehr toll mit ein. Mäh!

 

 

Etwas kleine Lamm-Kunde

Eigentlich stammt Lammfleisch von Schafen, die kaum älter als ein Jahr sind, das Fleisch hat einen zarten, aber wie ich finde doch auf seine eigene Art würzigen Geschmack. Lammfleisch ist ein wertvoller Träger von Vitamin A, B12, Folsäure, Kalium, Zink und Eisen. Je nach verwendetem Teilstück kann man von mager (Filet) bis gut mit Fett durchwachsen (Brust) alles am Lamm finden.

Je jünger das Tier war, desto zarter ist auch der Geschmack.

Gerade beim Lammfleisch finde ich, ist die Qualität sehr wichtig. Ich kenne eine Menge Leute, die Lamm nicht mögen, weil ihnen der Geschmack zu streng ist. Herr G ’n‘ L und ich sind mittlerweile dazu übergegangen, unsere Fleischeinkäufe in dieser Richtung beim türkischen Metzger zu erledigen. Es gab bisher keinen Einkauf, mit dem wir nicht zufrieden gewesen wären. Es hat noch nie etwas „gelammelt“ oder in irgendeiner Weise komisch gerochen. Es war geschmacklich immer sehr fein. Und schön zart.

Beim Einkauf von Lamm achte ich darauf, Fleisch von Weidetieren zu bekommen. Diese Tiere hatten viel Bewegung und durften Gras fressen. Ich finde, das merkt man einfach am Geschmack.

Aber es gilt natürlich immer: Im Zweifelsfall frage ich einfach nach, was der freundliche Metzger empfehlen kann.

 

Wieder zurück zum Frühling

Das Schöne am Frühling ist, dass langsam auch wieder eine frische Leichtigkeit in meine Küche kommt. Habe ich im Winter noch viele mitunter schwere und gehaltvolle Schmorgerichte auf den Tisch gezaubert, so sind jetzt wieder leichte Gerichte an der Reihe. Gerne Kurzgebratenes, Gegrilltes oder auch nur lecker Mariniertes.

Für mich ist jetzt wieder die Zeit für frisches, zartes Gemüse und frische Kräuter. Gerade auf letztere mussten wir in den letzten Monaten öfter verzichten. Liegt einfach an meinem nicht vorhandenen grünen Daumen. Pflanzen tendieren bei mir immer zum Eingehen, egal was ich mache. Irgendwas ist wohl immer verkehrt. Es ist nicht so, als hätte ich mich nicht schon unzählige Male in der Fensterbankgärtnerei versucht – aber ich bekomm sie alle klein. Nur mein Zitronenbäumchen trotzt momentan allen Mord äh… Pflegeversuchen. Gelegentlich blüht es sogar. Wahrscheinlich aus Trotz. Ich werde die Kräuteraufzucht dieses Jahr trotzdem wieder versuchen. Vielleicht finde ich ja das richtige (Un)Kraut, das mich überlebt.

 

Hauptsache schön grün!

Wichtig für dieses Gericht ist, dass ihr eine ganz bunte Vielfalt an Kräutern verwendet. Je bunter die Mischung, desto mehr Aha-Momente werdet ihr beim Essen und Genießen haben. Ich habe manchmal das Glück und kann beim Gemüsehändler oder in der Gärtnerei so Mischbunde ergattern. Da greife ich immer sehr gerne zu. Weil ich diese Überraschungsmomente liebe.

In der für das Lamm verwendeten Mischung haben sich Kerbel, Petersilie, Bärlauch, Zitronenmelisse, Basilikum und Rauke versteckt. Ein anderes Mal hatte ich Zitronenmelisse, Pfefferminze, Estragon, Dill, Petersilie und Schnittlauch. Hätte ich beide Male bewusst die Kräuter so zusammenstellen müssen… ich glaube nicht, dass ich diese Kombinationen gewählt hätte. Aber beide Male waren sie einfach genial und echt passend!

Wenn ihr die Kräutermischung selbst zusammenstellt: traut euch ruhig!

 

Alles Spargel oder was?

Da ich gestern das unverschämte Glück hatte, eine große Menge quietsche-frischen weißen Spargel zu ergattern habe ich die Spargel-Kräuter-Pfanne mit weißem Spargel gemacht. Grüner Spargel eignet sich aber auch sehr gut dazu. Er gibt dem Gericht nochmal eine ganz andere Textur.

Ich kann und will mich aber ehrlich gesagt gar nicht zwischen weißem und grünem Spargel entscheiden müssen – heute gab es die Pfanne mit weißem Spargel und in der nahen Zukunft mit grünem Spargel. Basta!

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Kräuter-Spargel-Pfanne mit Lamm
Menüart Hauptgericht
Vorbereitung 20 Minuten
Kochzeit 15 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
Für den Spargel
Für die Kräuter Pfanne und das Lamm
Menüart Hauptgericht
Vorbereitung 20 Minuten
Kochzeit 15 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
Für den Spargel
Für die Kräuter Pfanne und das Lamm
Anleitungen
Vorbereitung des Spargels
  1. 1. Spargel putzen. Wenn ihr weißen Spargel habt, muss dieser ganz geschält werden. Bei grünem Spargel reicht es, wenn ihr nur das untere Viertel schält. Wenn die Schnittflächen schon etwas unschön oder angetrocknet sind, schneidet diese weg. Dann den Spargel in etwa 5 cm große Stücke schneiden
  2. 2. In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen und die Zitronenscheiben, Salz und Zucker zugeben
  3. 3. Den Spargel im Wasser je nach dicke der Stangen 5 - 10 Minuten kochen lassen. Dann abseihen, kalt abschrecken und zur Seite stellen
Die restliche Pfanne
  1. 4. Das Lamm in kleine Würfelchen schnetzeln
  2. 5. Den Ingwer schälen und fein hacken
  3. 6. Die Kräuter und Frühlingszwiebel waschen und ganz fein hacken. Beides zusammen mischen und zur Seite stellen
  4. 7. Den Knoblauch schälen, fein hacken und unter die Kräuter mischen
  5. 8. In einer großen schweren Pfanne die Hälfe vom Kokosöl oder Butterschmalz erhitzen und erst den Ingwer etwas darin anbraten. Wenn der Ingwer leicht Farbe bekommt, das Lamm zugeben und schön knusprig anbraten. Wenn das Fleisch und der Ingwer rundrum schön braun und durch sind, aus der Pfanne nehmen etwas zur Seite stellen
  6. 9. Das restliche Kokosöl oder Butterschmalz schmelzen und die Koriandersamen darin anrösten. Achtung, sie sollen nur duften, nicht dunkel werden
  7. 10. Den abgetropften Spargel zugeben und rundherum anbraten
  8. 11. Das Fleisch wieder zugeben und unterrühren. Mit Coconut-Aminos, Salz und Pfeffer abschmecken
  9. 12. Als letztes werden die Kräuter dazu gegeben und gründlich unterheben. Die Kräuter sollen nicht mehr gegart werden, darum so schnell wie möglich Servieren und Genießen
Rezept Hinweise

Bei uns gibt es die Pfanne meist ohne weitere Beilagen. Ich nehme gerne ein bisschen mehr Spargel um das dann auch auszugleichen. Ich kann mir aber vorstellen, dass Reis oder Kartoffeln gut dazu passen könnten. Aber um Low Carb zu bleiben wird im Hause Ginger and Lemons darauf verzichtet 😉

Die Spargelsaison… der Frühling hat begonnen!

Ganz unbemerkt hat sich der Frühling angeschlichen. Ganz heimlich, fast über Nacht. Zumindest kommt es mir fast so vor. Wo es noch vor einigen Wochen grau und trist war, schieben sich jetzt Korkusse und Narzissen der warmen Sonne entgegen. Auch die ein oder andere Hyazinthe und Tulpe kann man schon finden.

Die Tage fangen wieder an länger zu werden. Die Eisdielen machen wieder auf… ich könnte die Liste bestimmt noch eine ganze Weile so weiterführen und noch mehr von den tollen Veränderungen im Frühjahr schwärmen. Ich kann es aber auch sein lassen – führt euere eigene Liste.

Halt, eins habe ich aber noch!

Habt ihr euch schon mal aufmerksam umgesehen? Na? Na? Ist euch schon was aufgefallen?

Ja, genau. An jedem Eck sprießen wieder die kleinen Holzhüttchen aus dem Boden, die Spargel (und später eventuell auch Erdbeeren) verkaufen. Also zumindest hier in Bayern. Seitdem ich denken kann, gehören diese Hütten automatisch zum Frühling dazu. Klingt vielleicht ein bisschen verrückt, aber ich freue mich schon jedes Jahr wieder darauf, sie zu sehen.

Sobald diese Hüttchen nämlich aufgestellt werden, dauert es nicht mehr so lange bis es endlich Spargel gibt.

Es gibt meines Wissens keinen offiziellen Anfang der Spargelsaison. Es kommt immer ein bisschen auf das Wetter an, wie lange man warten muss.

Dieses Jahr konnte der frische Spargel bereits ab Mitte März geerntet werden. Meistens kommen die frühen Stangen aus beheizten Anbaugebieten und sind im Verhältnis recht teuer. Wenn man den Ressourcenaufwand betrachtet, der zum beheizen ganzer Felder aufgewendet werden muss, ist dies allerdings nachvollziehbar.

Ich habe allerdings auch gehört, dass nun langsam die Ernten aus den Folien-Zuchten reif werden. Sobald der Spargel aus den Minitunneln kommt, fallen die Preise dann aber langsam auch. Es dauert dann auch nicht mehr so lange bis der Freilandspargel in die Auslagen der Geschäfte (und Holzhüttchen) kommt.

Die deutsche Spargelsaison dauert traditionell bis zum 24. Juni. Also bis zum Johannistag. Also bis zur Sommersonnenwende. Nach Johanni wird normalerweise kein Spargel mehr geerntet, damit die Pflanzen zeit haben sich mindestens 100 Tage vor Kälteeinbruch auszuruhen. Nur mit der nötigen Ruhezeit werden die Spargelpflanzen sich erholen und im nächsten Jahr neue Sprossen bilden.

Da die Zeit bis zur Sommersonnenwende nicht so lange ist, ist die Spargelzeit in meinen Augen viel zu kurz. Da bleibt nur eines:

Ran an den Spargel und die Saison so gut auskosten wie möglich!

Bevor ich dieses Jahr allerdings die Spargelrezepte auspacke, möchte ich euch erst mal ein paar nette Informationen zum edlen Gemüse geben.

Was verbirgt sich denn nun im Spargel?

Die Königin der Gemüse besteht aus rund 95 % Wasser und hat kaum Kalorien (die kommen erst durch die Beilagen ins Spiel – dazu aber später). 18 Kilokalorien bringen 100 Gramm gekochter Spargel mit – man kann sie also eigentlich so gut wie ignorieren 😉

Für die Low Carb Anhänger unter uns sollte ich vielleicht den Kohlenhydratanteil von 1,5 Gramm auf 100 Gramm erwähnen. Spargel lässt sich also wunderbar mit einer kohlenhydratarmen Ernärhungsweise vereinbaren.

Er enthält außerdem B-Vitamine, darunter Folsäure (Vitamin B9), Vitamin C und Vitamin A. Grüner Spargel ist sogar noch Vitaminreicher als sein weißer Verwandter.

Wer allerdings an Gicht oder einer Nierenerkrankung leidet, sollte beim Spargel vorsichtig sein, denn er hat einen relativ hohen Purin-Gehalt. Vor dem Spargelgenuss sollte man sich hier vielleicht besser mit seinem Arzt besprechen.

Ist er wirklich frisch?

Es gibt einen ganz einfachen Trick um zu sehen, ob der Spargel noch frisch ist. Wenn du lose Ware kaufst, reibe zwei Stangen leicht aneinander. Sie müssen quietschen! Denn das ist ein Zeichen von Frische. Quietsch! Quietsch!

Wenn du Spargel im Bund kaufst und ihn so nicht testen kannst, dann sieh dir seine Schnittfläche an den „Füßen“ an. Sie sollte noch leicht feucht und nicht zu ausgefranst sein.

Ich bevorzuge eigentlich, Spargel immer frisch zu kaufen – wenn du ihn aber im Kühlschrank lagern willst, dann schlage ihn in ein feuchtes Küchentuch ein, dann übersteht er auch 2 oder 3 Tage.

Gut, im Hause Ginger and Lemons hält er nie so lange 😉

Auf die Menge kommt es an!

Gut, angenommen ihr habt keine ausgehungerten Monster daheim sitzen… wie viel Spargel braucht man denn nun pro Person?

Wenn der Spargel die Hauptrolle der Mahlzeit spielt rechne ich normalerweise mit 500 – 600 Gramm Spargel pro Nase. Koche ich ihn als Beilage rechne ich mit 250 – 350 Gramm. Bisher ist noch nie jemand verhungert. Und Reste gab es auch nie.

Wo wir schon bei Begleitern sind!

Den Klassiker kennt sicherlich jeder: Spargel mit Kartoffeln, Sauce Hollandaise und Kochschinken.

Aber Spargel passt auch hervorragend zu Steak, zu Lachs oder zu gedünsteten Gemüse, das man noch in Butter geschwenkt hat. Oder Spargel im Wok. Oder im Pergamentpäckchen im Ofen gebacken.

Als fränkische Seele liebe ich (echte) grobe fränkische Bratwürste mit frischem Spargelsalalt. Der Salat am besten noch lauwarm.

Wie gut, dass die Spargelsaison noch ein bisschen geht (wenn im Grunde auch viel zu kurz!) – da kann ich euch bestimmt noch das ein oder andere Gericht vorstellen.

Harte Schale, toller Kern!

Ich benutze immer einen Sparschäler zum Spargelschälen. Ich habe keinen Extra-Schäler für Spargel, bei mir muss der Allrounder seinen Dienst tun. Weißen Spargel schälst du am besten von oben nach unten. Also vom Kopf bis hin zum Fuß. Wenn die Schnittfläche am Fuß nicht mehr so hübsch ist, schneide ich sie ab.

Wenn du grünen Spargel kochst, brauchst du eigentlich nur das untere viertel zu schälen.

 

Husch, husch ins warme Wasser!

Ich bin in einem Haushalt aufgewachsen, in dem das Kochwasser für Spargel ungenießbar sein musste. Sonst war es nicht richtig!

Ganz so handhabe ich es in meiner eigenen Küche nicht mehr, aber auf etwa 2 Liter Kochwasser kommen bei mir 1 Esslöffel Salz, 1 Esslöffel Erythrit (oder Zucker, wenns nicht Low Carb sein muss) und 3 Zitronenscheiben.

Bitte, bitte lasst den Zucker auf gar keinen Fall weg! Er nimmt die Bitterkeit aus dem Spargel und macht ihn geschmacklich noch besser!

Die Zitronenscheiben sorgen im Übrigen dafür, dass der Spargel schön weiß strahlt.

Wie lange denn nun?

Wie überall im Leben: es kommt auf das Timing an. Verkochen soll der Spargel nicht, aber halb roh mag ihn auch wieder (fast) keiner. Habe ich dünnen Spargel, plane ich 10 Minuten Kochzeit ein. Dicke Stangen dürfen 20 Minuten im heißen Wasser dümpeln. Ich steche ihn kurz vor Ende der Kochzeit an, um zu sehen ob er schon die richtige Konsistenz hat.

Ich empfehle übrigens nicht, Spargel warm zu halten – serviert ihn lieber schön frisch.

Ich hoffe, ihr freut euch jetzt auch schon so auf die Spargelsaison äh… den Frühling wie ich.

In diesem Sinne:

Bis bald!

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Ein kleines Stück Fernweh und Kokos-Limetten-Kuchen

Gelegentlich habe ich ein gewisses Problem:

Im Hause Ginger ’n‘ Lemons wohnen unheimlich süße Zähnchen. Gerade Herr G ’n‘ L könnte bei längerem Süßigkeitenentzug ein wenig missmutig werden. Ich glaube, Obst sieht er nicht als „Süßkram“ an, auch wenn er einem Schälchen saftig süßer Erdbeeren nicht abgeneigt ist. Da niemand ein missmutiges Süßzähnchen haben möchte, musste ich mir da nach unserer Ernährungsumstellung auf Low Carb einfach etwas einfallen lassen.

Erste Backversuche

Mit Gruseln erinnere ich mich an meine ersten Low Carb Backversuche. Mandel-Kugeln. Ich schwöre euch, mit diesen kleinen Dingern hätte man ganz easy Scheiben einwerfen können. Ohne große Mühe. Einfach „klirr“. Die waren hart wie Steine und sahen auch ähnlich aus.

Auch meine darauf folgenden Backversuche gingen ähnlich nach hinten los. Zwar alles Low Carb, aber entweder sehr kompakt oder Low Taste.

Nach den ersten missglückten Versuchen waren wir Süßzähnchen schon etwas geknickt und unglücklich. Zu Zeiten, als ich noch ganz normal mit Zucker und Weizenmehl gebacken habe waren meine Kuchen doch eigentlich immer recht beliebt gewesen. Und jetzt waren meine Ergebnisse gelinde gesagt sehr besch… *räusper* ernüchternd.

Der Pudels Kern

Es hat einige Zeit gedauert, bis ich den Geistesblitz hatte:

Ich habe mit meinem Tunnelblick angefangen einfach Weizenmehl durch Nussmehle zu ersetzen. An die unterschiedlichen Eigenschaften beim Backen hatte ich aber nie gedacht! Ziemlich doof eigentlich, nicht wahr?

Aber hey, aus Fehlern lernt man bekanntlich. Naja, manchmal zumindest.

Es ging wieder bergauf!

Kaum hatte sich dieser Gedanke in meinen wirren Gehirnwindungen richtig gesetzt, wurde ich wieder experimentierfreudiger und mutiger beim Backen. Und auch die Ergebnisse wurden langsam aber sicher immer ansehnlicher. Und noch wichtiger: Die Kuchen waren wieder weich und nicht mehr zu Selbstverteidigungszwecken zu gebrauchen. Nein, man konnte sie bedenkenlos essen und sie schmeckten auch noch!

Mit jedem Versuch kehrte meine Sicherheit wieder zurück und im Hause Ginger ’n‘ Lemon ist die Freude groß: Es gibt wieder regelmäßig Kuchen!

Ich möchte euch diesen oberleckeren, saftig-fluffigen Kokos-Limetten-Kuchen nicht vorenthalten. Die Kombination Kokos-Limette ist ohnehin schon sehr genial, aber durch die unerwartet leichte und lockere Konsistenz ist dieser Kuchen etwas ganz besonderes.

Ich finde mit jedem kleinen Bissen hat man ein bisschen Fernweh.

Ein Strand mit Kokospalmen, ein Glas mit einem Limetten-Cocktail in der Hand… hach ja…

Noch ein Wort zur Süße

Beim Low Carb Backen muss ich leider noch einen sehr großen Balance-Akt hinlegen. Erythrit ist ein Zuckerersatzstoff und wird künstlich hergestellt. Die Einzelheiten erspare ich euch an dieser Stelle lieber.

Man könnte gewiss auch Datteln zum Süßen und Backen verwenden, die wären wenigstens natürlich. Aber das wir uns zeitweise ketogen ernähren, kommen die aufgrund des hohen Kohlenhydratanteils nicht in Frage. Und mit Kuchen ohne Süße kann man hier auch niemand hinter dem Ofen hervorlocken. Ihr seht also mein Dilemma.

Also drücke ich einfach ab und an ein Auge zu.

So, genug um den heißen Kuchen herumgeblubbert, jetzt geht’s zum Backen:

 

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Kokos-Limetten-Kuchen
Ein wunderbar saftig-saurer Kuchen
Menüart Nachtisch
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Wartezeit 2 Stunden
Portionen
Zutaten
Für den Kuchen
Für die Glasur
Menüart Nachtisch
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Wartezeit 2 Stunden
Portionen
Zutaten
Für den Kuchen
Für die Glasur
Anleitungen
Für den Kuchen
  1. Den Backofen auf 170° C Ober- und Unterhitze vorheizen
  2. Die Eier trennen
  3. Das Eiweiß mit 100 Gramm Erythrit und einer Priese Salz zu Schnee schlagen und bis zur Weiterverarbeitung zur Seite stellen
  4. Das Eigelb mit den verbleibenden 50 Gramm Erythrit schaumig schlagen
  5. Den Saft von 4 Limetten zugeben
  6. Den Schalenabrieb von 1 unbehandelten Limette zugeben
  7. 250g 40%igen Speisequark und 1 Esslöffel Kokoscreme zugeben
  8. Das Kokosmehl und das Backpulver miteinander vermengen und dann gründlich unter die Eigelb-Limetten-Quarkmasse rühren
  9. Nun den Eischnee vorsichtig mit einem Teiglöffel unterheben und in eine Gugelhupfform geben (ich benutze immer eine Silikonform, da löst sich der Kuchen, ohne dass die Form eingefettet werden muss. Wer eine ander Form verwendet, fettet die Form mit etwas Kokosöl ein)
  10. Den Kuchen auf mittlerer Schiene etwa 45 Minuten lang backen. Bitte bedenkt, dass jeder Backofen ein wenig anders zu handhaben ist.
  11. Nach Ablauf der Zeit mittels Stäbchenprobe kontrollieren, ob der Kuchen schon durch ist. Er ist fertig, wenn nichts mehr am Stäbchen kleben bleibt.
  12. Den Kuchen in der Form etwas auskühlen lassen und dann auf einen Teller stürzen
Für die Glasur
  1. Die Limette auspressen
  2. Kokoschips etwas zerbröseln oder Kokosraspel benutzen
  3. Kokoschips oder Kokosraspel ohne Fett in einer Pfanne leicht anrösten. Sie sollten nicht zu dunkel werden, nur anfangen lecker zu duften
  4. Das Erythrit zugeben. Achtung, es wird wahrscheinlich sofort anfangen zu schmelzen!
  5. Mit dem Saft einer Limette ablöschen und ggf. noch 2 Esslöffel Wasser zugeben
  6. Das Ganze etwas köcheln lassen und dann über den Kuchen träufeln
  7. Kuchen und Glasur nun am besten für 1-2 Stunden komplett auskühlen lassen und dann genießen. Achtung, es besteht die Gefahr auf einen Anflug von Fernweh!
Rezept Hinweise

Dieser Kuchen passt auf jede Low Carb-Kuchentafel. Das Zusammenspiel von Kokos und Limetten ergänzt sich einfach wunderbar.

Solltet ihr Überlegen, ob es den Sirup wirklich braucht:

Ja! Durch den säuerlich-fruchtigen Sirup wird der Kuchen erst ein richtiges Hightlight!